Übernahme in Jena: Bayerischer Drohnen-Spezialist kauft KI-Startup Spleenlab

Jena, 08.04.2026 – Die Jenaer Tech-Szene verzeichnet einen bedeutenden Zusammenschluss: Der bayerische Drohnen- und Softwarehersteller Quantum Systems hat das Thüringer KI-Startup Spleenlab übernommen. Dies kündigten die Unternehmen im Rahmen einer Partnerschaftspräsentation in Jena an. Ziel ist es, die Standorte in Thüringen langfristig zu sichern und massiv auszubauen.

  • Ereignis: Übernahme der Spleenlab GmbH durch Quantum Systems (Gilching).
  • Unternehmen: Spleenlab liefert KI-basierte Software für autonome Systeme.
  • Technologie: Echtzeit-Erfassung der Umgebung für GPS-unabhängige Navigation von Drohnen.
  • Ausblick: Die Standorte in Thüringen (darunter Jena) bleiben erhalten. Die Mitarbeiterzahl soll von aktuell 50 auf 70 bis 75 bis Jahresende anwachsen.

KI-Software aus Thüringen steuert bayerische Drohnen

Die Übernahme ist das Resultat einer bereits mehrjährigen Zusammenarbeit der beiden Firmen. Quantum Systems, mit Sitz im bayerischen Gilching, ist auf die Entwicklung und Produktion von zivilen sowie militärischen Überwachungsdrohnen spezialisiert. Spleenlab, das 2018 in Saalburg-Ebersdorf gegründet wurde und mittlerweile auch eine Niederlassung in Jena betreibt, liefert hierfür das entscheidende digitale Herzstück: eine lernende Software, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert.

Die Thüringer Software ermöglicht es den unbemannten Systemen, ihre Umgebung in Echtzeit zu erfassen. Der entscheidende Vorteil dieser Technologie ist, dass die Navigation völlig unabhängig von Satellitensignalen (GPS) erfolgen kann. Die KI berechnet selbstständig und hochpräzise, wo sich die Fluggeräte im Raum befinden.

Vielfältige Einsatzgebiete jenseits des Militärs

Wie Martin Karkour von Quantum Systems betont, geht es bei der Technologie um weit mehr als nur militärische Anwendungen. Die autonomen Drohnen und Systeme werden zunehmend in zivilen Bereichen benötigt. Zu den Einsatzgebieten zählen unter anderem die Landwirtschaft, komplexe Vermessungsaufgaben, der Einsatz autonomer Fahrzeuge in der Logistik sowie die Überwachung und der Schutz kritischer Infrastruktur.

Wachstum und neue Arbeitsplätze für Jena

Um Spleenlab vollständig zu integrieren, erwarb Quantum Systems die Anteile, die zuvor von der Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH (bm|t) aus Erfurt gehalten wurden. Tobias Rüdiger, Mitgründer und Geschäftsführer von Spleenlab, betonte, dass die Kapitalspritzen der Thüringer Aufbaubank-Tochter in den vergangenen Jahren das Wachstum des Startups maßgeblich ermöglicht hätten.

Für den Wirtschaftsstandort Jena bringt die Übernahme konkrete Wachstumsperspektiven. Beide Unternehmensstandorte in Thüringen sollen nicht nur bestehen bleiben, sondern auch personell verstärkt werden. Nach Angaben des Managements beschäftigt Spleenlab derzeit über 50 Mitarbeiter. Bis zum Jahresende 2026 soll das Team auf mindestens 70 bis 75 Beschäftigte anwachsen.

Hintergrund: Jena als Hightech-Standort

Die erfolgreiche Entwicklung und Übernahme von Spleenlab unterstreicht Jenas Bedeutung als dynamischer Technologiestandort. Neben den weltbekannten Traditionsbranchen Optik und Photonik (wie Zeiss oder Jenoptik) etabliert sich die Saalestadt zunehmend als Zentrum für Digitalisierung, E-Commerce und Künstliche Intelligenz. Ein entscheidender Standortvorteil ist dabei die enge Vernetzung der lokalen Wirtschaft mit der Friedrich-Schiller-Universität und der Ernst-Abbe-Hochschule. Die akademischen Einrichtungen versorgen die Tech-Unternehmen stetig mit hochqualifizierten Fachkräften aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und dienen als wertvoller Inkubator für innovative Startups.


Quelle:

Künstliche Intelligenz: KI und Drohnen – was Unternehmen in Jena planen


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