Jena, 27.02.2026. Sensible Gesundheitsdaten absolut sicher zu übertragen, ist eine der großen Herausforderungen der modernen Medizin und IT. Einem Forschungskonsortium ist nun ein entscheidender Meilenstein bei der abhörsicheren Datenübermittlung nach Jena gelungen.
- Ereignis: Erfolgreicher Testlauf für quantengesicherte Übertragung von Patientendaten.
- Beteiligte Institutionen: Fraunhofer IOF Jena, Universitätsklinikum Jena (UKJ), Hochschule Nordhausen (Leitung).
- Projekt: „Q-net-Q“ (Laufzeit: über 3 Jahre, Fördervolumen: 11,8 Mio. Euro).
- Teststrecke: Übertragung von Vitalwerten aus einem Gesundheitskiosk in Sundhausen nach Jena.
- Weiterführende Informationen: Offizieller Bericht des Fraunhofer IOF
Quanten-Verschlüsselung verlässt das Labor
Persönliche Gesundheitsinformationen erfordern ein Höchstmaß an Schutz vor unbefugtem Zugriff. Das Forschungsprojekt „Q-net-Q“ hat im Rahmen seiner Abschlusspräsentation nun eindrucksvoll demonstriert, dass die sogenannte Quantenschlüssel-Verteilung (Quantum Key Distribution) auch unter realen Alltagsbedingungen verlässlich funktioniert. Bei dem Versuch wurden Vitalwerte von Patienten aus dem Gesundheitskiosk in Sundhausen quantenverschlüsselt an medizinische Fachleute in Jena gesendet und dort ausgewertet.
An dem zukunftsweisenden Vorhaben waren maßgeblich das in Jena ansässige Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) sowie das Universitätsklinikum Jena beteiligt, die Projektleitung oblag der Hochschule Nordhausen. Der erfolgreiche Testlauf beweist, dass die hochkomplexe Technologie der Quantenkommunikation die streng kontrollierten Laborumgebungen verlassen hat und nun für den sicheren Datenaustausch im medizinischen Alltag nutzbar ist.
Millionenförderung für abhörsichere Infrastruktur
Um die Praxistauglichkeit des Systems zu belegen, wurde das Projekt in den vergangenen drei Jahren mit insgesamt 11,8 Millionen Euro gefördert. Die Infrastruktur der Forscher umfasst dabei nicht nur eine regionale Teststrecke von 150 Kilometern. Vielmehr wurde das System auch in eine über 680 Kilometer lange, quantengesicherte Verbindung zwischen Berlin, Erfurt und Frankfurt am Main integriert. Diese enormen Distanzen verdeutlichen, dass der Aufbau großflächiger, abhörsicherer Netzwerke in Deutschland technisch machbar ist.
Hintergrund: Forschungsstandort Jena
Jena festigt mit Erfolgen wie dem „Q-net-Q“-Projekt seinen internationalen Ruf als Zentrum für Optik und Photonik. Das auf dem Beutenberg-Campus ansässige Fraunhofer IOF gilt als weltweit führend in der Erforschung optischer Quantentechnologien. Gleichzeitig ist das Universitätsklinikum Jena (UKJ) im Stadtteil Lobeda ein Vorreiter bei der Digitalisierung der modernen Medizin. Die enge Vernetzung von physikalischer Grundlagenforschung auf dem Beutenberg und direkter medizinischer Anwendung in Lobeda schafft ideale Rahmenbedingungen, um innovative Technologien wie die Quantenkryptographie zum direkten Nutzen für Patienten einzusetzen.
Quelle:
Quanten-Test überträgt Patientendaten sicher nach Jena
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.