Friedlicher Protest in der Innenstadt: Hunderte demonstrieren in Jena für Kurdengebiete

  • Wann: Samstag, 31. Januar 2026
  • Wo: Jena, Stadtzentrum
  • Teilnehmer: Ca. 360 (laut Polizei)
  • Anlass: Solidarität mit Kurden in Syrien
  • Verlauf: Friedlich, keine Zwischenfälle

Jena. Ein Meer aus rot-weiß-grünen Flaggen prägte am Samstagnachmittag zeitweise das Bild der Jenaer Innenstadt. Vor dem Hintergrund der anhaltend angespannten geopolitischen Lage im Nahen Osten versammelten sich Hunderte Menschen, um ihre Solidarität mit der kurdischen Bevölkerung in Syrien zu bekunden. Die Veranstaltung, die sich in eine Reihe bundesweiter Aktionen einreiht, verlief nach Angaben der Behörden friedlich.

Weniger Teilnehmer als erwartet

Die Kundgebung im Herzen der Saalestadt begann am Nachmittag und zog sich bis in die Abendstunden. Laut Schätzungen eines Polizeisprechers nahmen rund 360 Personen an der Versammlung teil. Diese Zahl blieb deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück: Bei der Stadtverwaltung Jena waren im Vorfeld bis zu 1.000 Teilnehmer angemeldet worden.

Trotz der geringeren Beteiligung war die Botschaft der Demonstrierenden unmissverständlich. Auf zahlreichen Plakaten und Transparenten warnten die Teilnehmer vor Vertreibung und einem drohenden Völkermord in den kurdischen Gebieten. Die Sorge vor einer weiteren militärischen Eskalation in der Region war das bestimmende Thema der Redebeiträge und Gespräche am Rande der Veranstaltung.

Hintergrund: Die Lage in Nord- und Ostsyrien

Der Protest in Jena steht nicht isoliert, sondern ist eine Reaktion auf die komplexen Machtkämpfe in Syrien. In den nord- und ostsyrischen Gebieten ringen derzeit verschiedene Akteure um Einfluss und Gebietskontrolle. Im Zentrum des Konflikts stehen dabei unter anderem Regierungstruppen sowie die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF).

Zuletzt hatten die SDF und die dortige Übergangsregierung zwar ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen, doch die Angst vor einem Bruch dieser Vereinbarung und neuen Kampfhandlungen treibt viele Menschen um – auch hier in Thüringen. Jena, als weltoffene Universitätsstadt, ist häufig Schauplatz politischer Willensbekundungen, bei denen globale Konflikte auch lokal thematisiert werden. Die Demonstration am Samstag verdeutlichte erneut, wie eng vernetzt die lokale Zivilgesellschaft mit internationalen Krisenherden ist.

Verkehr und Sicherheit: Polizei zieht Bilanz

Im Vorfeld der Demonstration hatte die Jenaer Stadtverwaltung Verkehrsteilnehmer vor möglichen Behinderungen im Zentrum gewarnt, da ein Aufzug durch die Straßen geplant war. Solche Warnungen sind bei Versammlungen dieser Art Routine, um den Verkehrsfluss so weit wie möglich aufrechtzuerhalten und die Sicherheit der Passanten zu gewährleisten.

Die Polizei begleitete das Geschehen, musste jedoch laut ersten Berichten nicht eingreifen. Ein Sprecher bestätigte, dass es zunächst keine nennenswerten Zwischenfälle gab. Die Atmosphäre blieb trotz der emotionalen Thematik ruhig und geordnet. Auch in anderen deutschen Städten fanden am Samstag ähnliche Aktionen statt, da seit Jahresbeginn bundesweit zu Solidaritätsbekundungen aufgerufen wurde.

Ausblick

Ob und wann weitere Kundgebungen zu diesem Thema in Jena geplant sind, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Veranstalter machten jedoch deutlich, dass die Aufmerksamkeit für die Situation der Kurden nicht nachlassen dürfe.

Wir halten Sie über weitere Entwicklungen im Jenaer Stadtleben auf dem Laufenden.


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