Teures Selfie: Polizei beendet Studentenparty in Thüringen nach Kletteraktion

Jena/Thüringen (20.01.2025) – Dass Studentenpartys in Thüringen legendär sein können, ist in Universitätsstädten wie Jena oder Ilmenau kein Geheimnis. Doch eine Feier in Thüringen nahm am Montag, den 20. Januar 2025, ein jähes Ende, als die Feierlaune die Grenzen des Erlaubten überschritt. Was als ausgelassener Abend begann, endete mit einem Platzverweis für alle Beteiligten – ausgelöst durch ein einziges, unüberlegtes Foto.

Selfie auf dem Dach beendet die Party

Wie der MDR berichtet, musste die Polizei anrücken, um eine Studentenparty aufzulösen. Grund für das Einschreiten war jedoch nicht nur der Lärmpegel, der bei solchen Veranstaltungen oft für Beschwerden sorgt, sondern das respektlose Verhalten einiger Gäste gegenüber den Einsatzkräften. Ein Partygast hielt es offenbar für eine gute Idee, für ein Erinnerungsfoto – ein sogenanntes Selfie – auf den Streifenwagen der Beamten zu klettern.

Diese Aktion brachte das Fass zum Überlaufen. Die Polizei fackelte nicht lange und beendete die Veranstaltung konsequent. Das Klettern auf Einsatzfahrzeuge ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann als Sachbeschädigung gewertet werden und zeugt von mangelndem Respekt gegenüber den Einsatzkräften, die für die Sicherheit der Bürger sorgen.

Signalwirkung auch für Jena

Auch wenn der konkrete Vorfall allgemein aus Thüringen gemeldet wurde, ist die Botschaft auch für die Party-Szene in Jena relevant. In der Saalestadt, wo im Paradiespark oder in den Wohnheimen ebenfalls gerne und viel gefeiert wird, ist das Verhältnis zwischen Feiernden und Ordnungshütern meist kooperativ. Vorfälle wie dieser zeigen jedoch, wie schnell die Stimmung kippen kann, wenn Grenzen überschritten werden.

  • Respekt: Einsatzfahrzeuge sind kein Spielplatz und keine Fotokulisse.
  • Konsequenz: Werden polizeiliche Anordnungen missachtet oder Eigentum respektlos behandelt, droht die sofortige Auflösung der Feier.

Für die betroffenen Studenten dürfte dieser Abend in schlechter Erinnerung bleiben – und das Selfie auf dem Streifenwagen wohl das teuerste und folgenreichste Foto des Abends gewesen sein.