Neues Solardach: Photovoltaik-Anlage auf der ThULB in Jena gestartet

Jena, 04. März 2026 – Auf dem Dach der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) ist eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb gegangen. Die 240.000 Euro teure Investition versorgt das Bibliotheksgebäude ab sofort mit nachhaltigem Strom.

Grüner Strom direkt für den Eigenbedarf

Die Arbeiten auf dem Dach der zentralen Universitätsbibliothek sind abgeschlossen. Bereits seit Mitte Februar 2026 erzeugt die neue Anlage aktiv Strom. Mit einer Modulfläche von rund 550 Quadratmetern und einer Spitzenleistung von etwa 125 Kilowatt-Peak (kWp) leistet die Installation einen spürbaren Beitrag zur Energieversorgung des stark frequentierten Gebäudes.

Eine Besonderheit der Anlage ist ihre Bauweise: Die insgesamt 276 Solarmodule wurden harmonisch in das bestehende Gründach der Bibliothek integriert. Simulationen im Vorfeld der Inbetriebnahme ergaben, dass die erzeugte Energie äußerst effizient genutzt wird. Etwa 99 Prozent des produzierten Solarstroms fließen direkt in das interne Hausnetz der ThULB und decken den unmittelbaren Eigenbedarf.

Transparenz durch Live-Daten im Foyer

Nicht nur auf dem Dach, sondern auch für die Besucher sichtbar, setzt die Universität auf das Thema Nachhaltigkeit. Im Eingangsbereich der Bibliothek wurde eine digitale Anzeige installiert. Dort können Studierende, Mitarbeiter und Gäste ab sofort in Echtzeit verfolgen, wie viel Leistung die Anlage aktuell erbringt, wie hoch die Erträge ausfallen und wie viel CO₂ durch die umweltfreundliche Stromerzeugung eingespart wird.

Hintergrund: Die ThULB und Jenas Weg zur Klimaneutralität

Die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek am Bibliotheksplatz bildet das wissenschaftliche Herzstück der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mit Millionen von Medien, ausgedehnten Lesesälen und einer komplexen IT-Infrastruktur gehört das Gebäude zu den großen Energieverbrauchern der Universität. Beleuchtung, Serverräume und Belüftungssysteme erfordern rund um die Uhr eine stabile Stromversorgung.

Die Investition in erneuerbare Energien an diesem zentralen Standort reiht sich in die breiteren Bemühungen der Stadt Jena und der Universität ein, den eigenen CO₂-Fußabdruck maßgeblich zu reduzieren. Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden gelten als wichtiger Baustein im Rahmen des städtischen Klimaaktionsplans, um die angestrebte Klimaneutralität in den kommenden Jahren schrittweise zu realisieren. Die Kombination aus Photovoltaik und Gründach sorgt dabei für einen doppelten Effekt: Während die Module sauberen Strom liefern, schützt die Bepflanzung die Dachabdichtung, verbessert das Mikroklima in der sommerlich heißen Innenstadt und dient als natürlicher Wasserspeicher bei Starkregen.


Quelle:

Photovoltaik-Anlage auf der ThULB in Betrieb


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.