PETA-Aktion in der Jenaer Innenstadt: Aktivisten inszenieren Menschenfleisch-Verpackung

Jena, 12. März 2026. Die Tierrechtsorganisation PETA plant für den kommenden Montag eine aufsehenerregende Protestaktion in der Jenaer Innenstadt. Mit einer lebensgroßen „Fleischschale“, in der ein Aktivist täuschend echt verpackt wird, will die Organisation ein drastisches Zeichen gegen die industrielle Tierhaltung setzen.

  • Was: PETA-Protestaktion „Kein Tier ist ein Lebensmittel“
  • Wann: Montag, 16. März 2026, 10:15 bis 10:45 Uhr
  • Wo: Vor dem Wolf Wurstshop, Löbderstraße 3, 07743 Jena
  • Kontakt vor Ort: Kathleen Cox (Aktionsteam PETA)

Provokante Bilder in der Fußgängerzone

Unter dem Leitgedanken „Kein Tier ist ein Lebensmittel“ greifen die Aktivisten zu einem extremen Bild: Eine Person in einem sogenannten Morphsuit im „Gehäutet-Look“ wird unter Zellophanfolie in eine überdimensionierte Fleischschale gelegt. Die visuelle Botschaft soll Passanten vor Augen führen, wie Menschenfleisch als Supermarktprodukt aussehen würde, und so Empathie für landwirtschaftlich genutzte Tiere wecken.

Kathleen Cox, Mitarbeiterin im PETA-Aktionsteam und Ansprechpartnerin in Jena, verdeutlicht die Haltung der Organisation: „Egal ob Katze, Schwein oder Mensch, Tiere sind keine Lebensmittel. Vielmehr ist jedes Tier um seiner selbst willen auf diesem Planeten.“ Sie kritisiert insbesondere die standardisierten Abläufe in der Tierindustrie, bei denen Tieren oftmals ohne Betäubung Körperteile kupiert und ihre Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt wird.

Kritik an den Bedingungen in Schlachthöfen

Der Protest richtet sich grundlegend gegen die Haltungs- und Schlachtungsbedingungen in Deutschland. PETA verweist auf hohe Zahlen von Fehlbetäubungen, die laut Regierungsangaben bei Schweinen bis zu 12,5 Prozent und bei Rindern bis zu über neun Prozent betragen können. Dies führe dazu, dass jährlich Hunderttausende Tiere den Schlachtprozess bei Bewusstsein erleben. Auch die Lebensbedingungen, die oft von starker Beengung und fehlendem Tageslicht geprägt sind, prangert die Tierrechtsorganisation an.

Forderung nach einer Agrarwende

Die Aktion in Jena ist Teil einer überregionalen Kampagne. PETA präsentiert in diesem Zuge einen Ausstiegsplan aus der Tierwirtschaft. Die Organisation argumentiert, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung, in der jährlich allein in Deutschland rund 750 Millionen Tiere getötet werden, extrem ressourcenintensiv und umweltschädlich sei. Einen umfassenden Strategieplan für eine tierfreie Landwirtschaft stellt die Initiative auf ihrer Website zur Verfügung.

Hintergrund: Protestkultur in der Jenaer Innenstadt

Die Löbderstraße, in der die Aktion stattfindet, ist eine der am stärksten frequentierten Fußgängerzonen in Jena. Sie bildet eine zentrale Verbindungsachse zwischen dem Holzmarkt, den Gebäuden der Friedrich-Schiller-Universität und dem historischen Marktplatz. Aufgrund dieser hohen Passantenfrequenz – insbesondere am Vormittag durch Studierende und Einkäufer – wird dieser Bereich regelmäßig für politische und gesellschaftliche Aufklärungskampagnen genutzt. Bei derartigen angemeldeten Kundgebungen bleibt der Fußgängerverkehr grundsätzlich gewährleistet, Passagen für Rettungswege und Feuerwehranfahrten müssen zwingend freigehalten werden.

Pressekontakt

Für weitere journalistische Rückfragen zur Kampagne hat die Organisation folgende Ansprechpartnerin benannt:
Michelle Beuß (Pressereferentin)
Telefon: +49 711 860591348
E-Mail: MichelleBe@peta.de


Quelle:

Termineinladung: „Gehäutet“ und in Fleischschale verpackt – PETA bietet in Jena Mensch „zum Verzehr” an


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