- Auffälliger Protest: Das PETA-Streetteam plant am Samstag eine Aktion in der Jenaer Innenstadt.
- Das Symbol: Eine überdimensionale „Gans“ soll auf das Leid bei der Daunengewinnung aufmerksam machen.
- Der Hintergrund: Die Tierschützer klären über Lebendrupf und Alternativen zu tierischen Füllmaterialien auf.
Jena (15.01.2026) – Wer am kommenden Samstag durch die Jenaer Innenstadt bummelt, um Besorgungen zu machen oder das Wochenende zu genießen, könnte auf einen ungewöhnlichen Anblick treffen. Die Tierschutzorganisation PETA hat angekündigt, mit einer auffälligen Straßenaktion Präsenz zu zeigen. Im Mittelpunkt des Protests steht dabei eine überdimensionale „Gans“, die als visueller Blickfang dienen soll.
Ein Plädoyer gegen Daunenjacken und Bettdecken
Das PETA-Streetteam Jena möchte mit dieser Aktion gezielt das Bewusstsein der Verbraucher für die Herkunft von Daunen schärfen. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn Daunenjacken und gefütterte Bettdecken Hochkonjunktur haben, gerät das Tierwohl oft in den Hintergrund. Die Aktivisten wollen Passanten darüber informieren, dass für diese Produkte oft Vögel unter qualvollen Bedingungen leiden müssen.
Die „Riesen-Gans“ dient dabei nicht nur als Fotomotiv, sondern als symbolischer Botschafter für Millionen von Gänsen und Enten. Die Aktivisten führen dabei oft Schilder mit Slogans wie „Daunen tun weh“ oder „Ich bin kein Füllmaterial“ mit sich. Ziel der Aktion in Jena ist es, Käufer dazu zu bewegen, beim nächsten Einkaufsbummel genauer auf das Etikett zu schauen und tierfreie Produkte zu bevorzugen.
Hintergrund: Die Problematik des Lebendrupfs
Die Kritik von PETA an der Daunenindustrie wiegt schwer. Ein zentraler Punkt ist der sogenannte „Lebendrupf“. Obwohl in vielen Ländern offiziell verboten oder reglementiert, dokumentieren Tierschutzorganisationen immer wieder Fälle, in denen Gänsen bei vollem Bewusstsein die Federn aus der Haut gerissen werden. Dies geschieht oft mehrmals im Leben eines Tieres, bevor es schließlich geschlachtet wird. Die Wunden werden dabei oft nur notdürftig und ohne Betäubung genäht.
Doch auch der „Totrupf“, also die Gewinnung von Daunen nach der Schlachtung, wird von PETA abgelehnt. Die Organisation argumentiert, dass auch diese Tiere meist aus intensiver Massentierhaltung stammen, oft keinen Zugang zu Badewasser haben und ein kurzes, leidvolles Leben führen. Für den Verbraucher in Jena ist es im Geschäft oft kaum nachvollziehbar, unter welchen Bedingungen die Daunen im gewählten Mantel tatsächlich gewonnen wurden, da Lieferketten oft intransparent sind.
Alternativen und Verbrauchertipps
Neben dem Protest möchte das Streetteam in Jena auch Lösungen aufzeigen. Die gute Nachricht für alle, die in Thüringen nicht frieren wollen: Es gibt mittlerweile zahlreiche pflanzliche und synthetische Alternativen, die in puncto Wärmeisolation der Tierdaune in nichts nachstehen.
Materialien wie Kapok, Lyocell (Tencel), recyceltes Polyester oder spezielle Vliesstoffe bieten hohe Wärmerückhaltung und sind zudem oft pflegeleichter als empfindliche Daunenprodukte, die bei Nässe verklumpen können. Die Aktivisten werden am Samstag voraussichtlich Informationsmaterial bereithalten, um interessierten Bürgern diese Alternativen näherzubringen.
Wo genau in der Jenaer Innenstadt sich das Team positionieren wird, wurde in der Vorankündigung noch offen gelassen, erfahrungsgemäß nutzen solche Gruppen jedoch belebte Plätze wie den Holzmarkt oder die Löbderstraße, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Wir halten Sie über weitere Aktionen in der Region auf dem Laufenden.
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