Aktion gegen Tierleid: PETA protestiert in Jena gegen Daunen-Industrie

Das Wichtigste in Kürze:

  • Protestaktion: Die Tierrechtsorganisation PETA machte in Jena auf das Leid von Gänsen und Enten in der Daunenindustrie aufmerksam.
  • Hintergrund: Kritisiert wird insbesondere der sogenannte „Lebendrupf“, der trotz Verboten in Lieferketten vorkommt.
  • Verbrauchertipp: Aktivisten raten zu pflanzlichen und synthetischen Alternativen für Winterjacken und Bettdecken.

Jena (17.01.2026) – Mitten in der winterlichen Einkaufssaison hat die Tierrechtsorganisation PETA in Jena ein deutliches Zeichen gegen die Verwendung tierischer Materialien gesetzt. Am vergangenen Donnerstag machten Aktivisten in der Saalestadt auf die oft qualvollen Bedingungen aufmerksam, unter denen Daunen für Bettwaren, Jacken und Schlafsäcke gewonnen werden.

Stummer Protest gegen „tierische Qualprodukte“

Die Aktion, über die unter anderem Jena TV berichtete, zielte darauf ab, Passanten im Jenaer Stadtzentrum direkt anzusprechen und wachzurütteln. PETA ist bekannt für visuell eindringliche Kampagnen, bei denen oft symbolisch dargestellte „gerupfte“ Vögel oder provokante Slogans zum Einsatz kommen. Auch in Jena stand die Botschaft im Vordergrund: „Federn gehören den Vögeln, nicht in die Jacke.“

Gerade in Universitätsstädten wie Jena, die für eine vergleichsweise junge und umweltbewusste Bevölkerung bekannt sind, stoßen solche Aktionen oft auf Resonanz. Die Aktivisten nutzten die Gelegenheit, um mit Konsumenten ins Gespräch zu kommen, die gerade auf der Suche nach wärmender Winterkleidung waren. Der Kernvorwurf der Tierschützer wiegt schwer: Für den Verbraucher sei an der fertigen Jacke kaum zu erkennen, ob das Tier für die Füllung massiv leiden musste.

Hintergrund: Das Leid hinter der Daune

Warum protestiert PETA immer wieder speziell gegen Daunen? Das Hauptproblem ist der sogenannte Lebendrupf. Obwohl in der EU theoretisch verboten, decken Tierschützer immer wieder Fälle auf, in denen Gänsen und Enten bei vollem Bewusstsein die Federn aus der Haut gerissen werden. Dies geschieht oft mehrmals im Leben eines Vogels, bevor er schließlich geschlachtet wird. Die Wunden werden dabei oft ohne Betäubung notdürftig genäht.

Die Industrie verweist oft auf Zertifikate wie den „Responsible Down Standard“ (RDS), der den Lebendrupf ausschließen soll. Kritiker, darunter PETA, argumentieren jedoch, dass Kontrollen oft lückenhaft seien und komplexe internationale Lieferketten – oft aus Asien oder Osteuropa – kaum lückenlos überwachbar sind. Zudem sei auch der „Totrupf“ (das Rupfen nach der Schlachtung) ethisch fragwürdig, da er untrennbar mit der Intensivtierhaltung und der Fleischindustrie verbunden ist.

Alternativen und Verbraucherhinweise

Die Aktivisten in Jena beließen es nicht nur bei Kritik, sondern zeigten auch Lösungswege auf. Der Markt für vegane Alternativen ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Moderne synthetische Füllmaterialien, aber auch pflanzliche Stoffe wie Kapok oder Lyocell, bieten mittlerweile Wärmeeigenschaften, die der tierischen Daune in nichts nachstehen, dabei aber oft pflegeleichter und resistenter gegen Feuchtigkeit sind.

Wer in Jenaer Fachgeschäften oder im Online-Handel nach Wintermode sucht, wird dazu aufgerufen, explizit auf das Etikett zu schauen. Begriffe wie „Polyester“, „Polyamid“ oder spezielle Markenbezeichnungen für Kunstfasern garantieren ein tierleidfreies Produkt. Die Botschaft der PETA-Aktion in Jena war eindeutig: Tierschutz beginnt im Kleiderschrank.

Wir werden weiter berichten, sollten ähnliche Aktionen in den kommenden Wochen erneut in der Innenstadt stattfinden.


Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung aufbereitet.