Jena, 05. April 2026. In der Jenaer Innenstadt werden Fußgänger und Radfahrer ab sofort von modernen Lidar-Sensoren erfasst. Die Stadt nutzt die neuen Zählanlagen, um ein detailliertes Bild über die Bewegungsströme im Zentrum zu erhalten.
- Maßnahme: Installation von Lidar-Objektzählern an Laternenmasten zur Erfassung von Besucherströmen.
- Standorte: Zunächst am Eingang der Johannisstraße; weitere Systeme an Markt und Kirchplatz sind geplant.
- Datenschutz: Die Erhebung erfolgt strikt anonym. Es gibt keine Speicherung von Bewegungsprofilen einzelner Personen.
- Technik: Augensicherer Laser der Klasse 1.
Wie die Lidar-Zählung funktioniert
Ein unscheinbarer Kasten an einem Laternenmast markiert den Beginn der neuen Datenerfassung in der Innenstadt. Konkret kommt ein sogenannter Lidar-Objektzähler zum Einsatz. Dieses Gerät sendet unsichtbare Laserimpulse aus, die von Oberflächen in der Umgebung reflektiert werden. Die Sensoren können durch diese Reflexionen zuverlässig registrieren, wie viele Fußgänger oder Radfahrer den Bereich in einem bestimmten Zeitraum passieren.
Besonderer Wert wird dabei auf die Wahrung der Privatsphäre gelegt. Das System erfasst lediglich die reinen Zahlen und Frequenzen, speichert jedoch keinerlei personenbezogene Merkmale ab. Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich um Laser der Sicherheitsklasse 1, die für das menschliche Auge völlig ungefährlich sind.
Ausbau der Erfassung geplant
Die Installation am Eingang der Johannisstraße bleibt laut Berichten der Ostthüringer Zeitung nicht die einzige Messstelle in der Stadt. In den kommenden Monaten sollen an weiteren zentralen Orten wie dem Markt und dem Kirchplatz zusätzliche Erfassungssysteme aufgebaut werden. Dabei plant die Kommune, einen Technologiemix einzusetzen: Neben den Lasern sollen künftig auch Radarsysteme und spezielle Sensoren installiert werden. Letztere erfassen anonymisierte WLAN-Signale, die von Smartphones ausgesendet werden, um ein noch präziseres Bild der Auslastung zu generieren.
Hintergrund: Stadtplanung im Zentrum
Straßen wie die Johannisstraße bilden eine der zentralen Achsen für den Fußgänger- und Radverkehr in Jena, da sie den Universitätscampus mit dem historischen Stadtkern und weiterführenden Quartieren verbinden. Eine präzise und kontinuierliche Datenerhebung der Besucherströme ist für die moderne Stadtplanung von großer Bedeutung. Durch die gesammelten Informationen können Kommunen nachvollziehen, zu welchen Tageszeiten und an welchen Wochentagen bestimmte Bereiche besonders stark oder schwach frequentiert sind. Diese Datenbasis hilft nicht nur bei der zukünftigen Verkehrsplanung und Steuerung von Großveranstaltungen, sondern unterstützt auch den lokalen Einzelhandel dabei, Veränderungen in der Attraktivität der Innenstadt frühzeitig zu erkennen.
Quelle:
Thüringer Stadt fährt die Laser-Geschütze auf – um Daten zu sammeln
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