- Thema: Abstimmung über Bürgerbegegnungszentrum
- Ort: Jena-Winzerla
- Ergebnis: 6 zu 2 Stimmen gegen Neubau
- Vorschlag: Prüfung von Bestandsgebäuden (z.B. Goetheschule)
Jena-Winzerla. In einer richtungsweisenden Sitzung hat sich der Ortsteilrat Winzerla klar positioniert: Das Gremium sprach sich mehrheitlich gegen die Pläne für einen Neubau des geplanten Bürgerbegegnungszentrums aus. Die Entscheidung, die bereits am Donnerstagabend fiel, könnte die städtebauliche Planung im Stadtteil noch einmal grundlegend verändern.
Klares Votum gegen neuen Beton
Mit sechs zu zwei Stimmen fiel das Ergebnis der Abstimmung deutlich aus. Der Ortsteilrat sendet damit ein starkes Signal an die Stadtverwaltung und den Jenaer Stadtrat. Anstatt auf der grünen Wiese oder auf Freiflächen neu zu bauen, fordert das Gremium ein Umdenken hin zur Nutzung vorhandener Ressourcen. Die Empfehlung lautet nun offiziell, dass sich der Stadtrat erneut mit der Thematik befassen muss, jedoch unter veränderten Vorzeichen.
Fokus auf Bestand: Die Goetheschule als Alternative
Im Zentrum der Diskussionen stand nicht die Frage, ob Winzerla einen Ort der Begegnung benötigt – die Notwendigkeit sozialer Treffpunkte im Stadtteil ist unbestritten –, sondern wo und wie dieser realisiert werden soll. Der Ortsteilrat brachte konkret die Nutzung von Bestandsimmobilien ins Spiel. Besonders die Goetheschule wurde als potenzielle Alternative zu einem Neubau hervorgehoben.
Die Umnutzung bestehender Gebäude gilt städtebaulich oft als nachhaltigere Lösung, da keine neuen Flächen versiegelt werden müssen und historische oder identitätsstiftende Bausubstanz erhalten bleibt. Allerdings sind Sanierungen und Umbauten für moderne Nutzungsanforderungen oft komplex und kostenintensiv. Es gilt nun zu prüfen, ob die Räumlichkeiten der Goetheschule den Anforderungen an ein modernes, barrierefreies und multifunktionales Begegnungszentrum gerecht werden können.
Wie es jetzt weitergeht
Die Entscheidung des Ortsteilrats hat zwar empfehlenden Charakter, besitzt jedoch hohes politisches Gewicht, da die Ortsteilräte als direktes Bindeglied zur Bürgerschaft vor Ort fungieren. Der Stadtrat von Jena ist nun am Zug, diese Empfehlung zu bewerten. Es ist zu erwarten, dass die Diskussionen über Kosten, Machbarkeit und den Zeitplan für das dringend benötigte Zentrum in eine neue Runde gehen. Für die Einwohner von Winzerla bedeutet dies zunächst, dass der Spatenstich für einen Neubau in weite Ferne gerückt ist, die Chance auf eine integrierte Lösung im Bestand jedoch gestiegen ist.
Wir werden weiter berichten, sobald sich der Stadtrat zu dieser neuen Beschlusslage positioniert.
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