- Interaktivität im Fokus: Das Deutsche Optische Museum (D.O.M.) in Jena setzt künftig verstärkt auf Experimentierstationen statt reiner Exponatschau.
- Wandel der Museumskultur: Besucher sollen physikalische Phänomene der Optik selbstständig erkunden und verstehen lernen.
- Bedeutung für Jena: Die Neuausrichtung stärkt den Ruf der Lichtstadt als Zentrum für Wissenschaft und Bildung.
Jena (18.01.2026) – Es ist eines der ambitioniertesten Kulturprojekte der Saalestadt: Die umfassende Neugestaltung des Deutschen Optischen Museums (D.O.M.) am Carl-Zeiss-Platz. Während die Sanierungsarbeiten und die konzeptionelle Neuausrichtung hinter den Kulissen voranschreiten, dringen nun spannende Details an die Öffentlichkeit, wie das Besuchererlebnis der Zukunft aussehen wird. Laut aktuellen Informationen sollen Besucher künftig nicht nur staunen, sondern vor allem selbst aktiv werden.
Vom Schaukasten zum Science Center
Die Zeiten, in denen Museen reine „Nicht-Berühren“-Zonen waren, gehören zunehmend der Vergangenheit an. Diesen Trend greift nun auch das Optische Museum in Jena konsequent auf. Wie aus aktuellen Berichten, unter anderem vom MDR, hervorgeht, steht die Interaktivität im Mittelpunkt des neuen Ausstellungskonzepts. Das Ziel ist klar definiert: Die oft komplexe Welt der Optik, der Linsen und der Lichtbrechung soll für Laien, Familien und Schulklassen greifbar gemacht werden.
Besucher sollen künftig vieles selbst ausprobieren können. Geplant sind diverse Experimentierstationen, an denen physikalische Gesetze nicht nur auf Texttafeln erklärt, sondern haptisch erfahrbar gemacht werden. Ob es darum geht, wie ein Mikroskop das Unsichtbare sichtbar macht, oder wie Brillengläser das Sehen korrigieren – das „Begreifen“ im wörtlichen Sinne steht im Vordergrund. Damit wandelt sich die traditionsreiche Institution von einer klassischen historischen Sammlung hin zu einem modernen Erlebnisort, der Elemente eines Science Centers integriert, ohne dabei die historische Tiefe der einzigartigen Sammlung von Ernst Abbe und Carl Zeiss zu vernachlässigen.
Jena als Leuchtturm der Optik
Für Jena ist diese Entwicklung von enormer Bedeutung. Die Stadt, die sich selbstbewusst „Lichtstadt“ nennt, verdankt ihren weltweiten Ruf der optischen Industrie und Forschung. Das Museum am Carl-Zeiss-Platz ist dabei mehr als nur ein Gebäude; es ist das kulturelle Herzstück dieser Tradition. Die Neuausrichtung ist auch eine Antwort auf die veränderten Erwartungen des Publikums. Gerade in einer Universitätsstadt wie Jena ist der Anspruch an wissenschaftliche Vermittlung hoch.
Der Standort Jena bietet hierfür die perfekte Kulisse. In kaum einer anderen Stadt sind Historie und High-Tech-Gegenwart so eng verwoben. Das neue Konzept soll diese Brücke schlagen: Von den historischen Anfängen der Werkstatt von Carl Zeiss bis hin zu modernster Laser-Technologie und Photonik, die heute in den Laboren am Beutenberg erforscht wird. Durch die interaktiven Elemente soll vor allem auch die junge Generation für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) begeistert werden – eine Investition in den Nachwuchs, die für den Technologiestandort Thüringen essenziell ist.
Ein Magnet für den Tourismus
Mit der Fertigstellung und Wiedereröffnung wird das Deutsche Optische Museum nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für den Städtetourismus eine zentrale Rolle spielen. Ein Museum, das zum Mitmachen einlädt, erhöht die Verweildauer und die Attraktivität für Familienausflüge am Wochenende signifikant. Es reiht sich damit in die Riege moderner Wissenswelten ein, die Bildung und Unterhaltung – Edutainment – erfolgreich verbinden.
Wir werden die Entwicklung am Carl-Zeiss-Platz weiterhin genau beobachten und Sie informieren, sobald konkrete Termine für die Wiedereröffnung oder Einblicke in spezielle Ausstellungsbereiche bekanntgegeben werden. Die Vorfreude auf ein Museum, in dem das Ausprobieren nicht nur erlaubt, sondern erwünscht ist, ist in Jena jedenfalls schon jetzt groß.
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