Jena (04.01.2026) – Ein medizinischer Notfall oder plötzlich auftretende starke Schmerzen halten sich leider nicht an reguläre Öffnungszeiten. Gerade am heutigen Sonntag, wenn die meisten Praxen in der Saalestadt geschlossen sind, fragen sich viele Betroffene: Wohin wende ich mich bei gesundheitlichen Beschwerden? Wer hat Dienst? Auch am ersten Sonntag des Jahres 2026 ist die medizinische Versorgung in Jena durch den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und die Notdienst-Apotheken lückenlos sichergestellt.
Der Unterschied: Bereitschaftsdienst oder Notaufnahme?
Für die Bürger in Jena ist es zunächst wichtig, die richtige Anlaufstelle zu wählen, um die Notaufnahmen – etwa am Universitätsklinikum in Lobeda – nicht unnötig zu belasten. Die Faustregel lautet: Handelt es sich um Beschwerden, mit denen man normalerweise einen niedergelassenen Haus- oder Facharzt aufsuchen würde, die Behandlung aber nicht bis zum nächsten Werktag warten kann, ist der kassenärztliche Bereitschaftsdienst zuständig. Dazu gehören beispielsweise hohes Fieber, starke Erkältungssymptome, Magen-Darm-Infekte oder akute Rückenschmerzen.
In lebensbedrohlichen Situationen hingegen, wie etwa bei Verdacht auf Herzinfarkt, Schlaganfall, schwerer Atemnot oder nach schweren Unfällen, zählt jede Sekunde. Hier muss ohne Zögern der Notruf 112 gewählt werden. Die Rettungsleitstelle in Jena koordiniert dann sofort den Einsatz von Notarzt und Rettungswagen.
Ärztliche Hilfe unter der 116117
Wer am heutigen Sonntag ärztliche Hilfe benötigt, kann sich bundesweit unter der kostenfreien Rufnummer 116117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Dort wird Patienten mitgeteilt, wo sich die nächste bereitschaftsdiensthabende Praxis befindet. In vielen Fällen ist in Jena die zentrale Notfallpraxis am Universitätsklinikum eine Anlaufstelle für gehfähige Patienten außerhalb der regulären Sprechzeiten. Es wird empfohlen, vor dem Aufsuchen einer Praxis telefonisch Rücksprache zu halten oder die aktuelle Verfügbarkeit über die Webseite der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen zu prüfen.
Apotheken-Notdienst in Jena
Auch die Versorgung mit dringend benötigten Medikamenten ist am Sonntag gewährleistet. Die Dienstbereitschaft der Apotheken in Jena wechselt täglich und beginnt jeweils um 8:00 Uhr morgens und endet um 8:00 Uhr des Folgetages. Wer heute dringend ein Rezept einlösen muss oder Schmerzmittel benötigt, findet die jeweils diensthabende Apotheke über folgende Wege:
- Ein Aushang an jeder beliebigen Apotheke in der Stadt (z.B. im Zentrum oder in Stadtteilen wie Winzerla und Jena-Nord) informiert über die aktuell geöffnete Notdienst-Apotheke.
- Per Kurzwahl 22 8 33 (mobil) oder über die kostenlose Festnetznummer 0800 00 22 8 33.
- Online über die offiziellen Portale der Apothekerkammer.
Bitte beachten Sie, dass beim Kauf von Medikamenten im Notdienst eine gesetzliche Notdienstgebühr von 2,50 Euro erhoben wird. Diese wird fällig, wenn Sie die Apotheke außerhalb der regulären Öffnungszeiten (in der Regel zwischen 20:00 und 6:00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ganztägig) in Anspruch nehmen.
Vorbereitung für den Notfall
Damit im Ernstfall alles reibungslos abläuft, sollten Patienten ihre elektronische Gesundheitskarte (Versichertenkarte) bereithalten. Wer chronisch krank ist, sollte zudem einen aktuellen Medikamentenplan griffbereit haben, um den behandelnden Ärzten im Bereitschaftsdienst einen schnellen Überblick zu ermöglichen. Jena verfügt über ein dichtes Netz an medizinischer Versorgung, sodass auch an diesem Sonntag niemand ohne notwendige Hilfe bleiben muss.