Jena, 30. März 2026. Forschende der Universität Jena haben eine neue Software entwickelt, die bei der Identifikation und Kategorisierung von Schmetterlingen hilft. Das Programm soll den massiven Arbeitsaufwand bei der Sichtung von gesammelten Insekten in der Feldforschung deutlich reduzieren und digitalisieren.
- Innovation: Neue Software zur Schmetterlings-Analyse
- Entwickler: Universität Jena
- Hintergrund: Weltweit existieren rund 180.000 bekannte Arten; manuelle Auswertung im Feld ist hochgradig zeitintensiv
- Ziel: Automatisierte Unterstützung und Beschleunigung der Biodiversitätsforschung
Automatisierung für die Feldforschung
Wenn Biologen und Naturforscher im Feld unterwegs sind, sammeln sie oft tausende Schmetterlinge, um Bestände, Migrationen und evolutionäre Entwicklungen zu dokumentieren. Bisher erfolgte die Sichtung und Kategorisierung der präparierten Insekten zumeist mühsam per Hand. Angesichts von weltweit rund 180.000 bekannten Arten – und einer vermutlich hohen Dunkelziffer bislang unentdeckter Exemplare – stoßen Forschende bei der rein manuellen Auswertung schnell an die Grenzen des Machbaren.
Die neue Software aus Jena verspricht nun, den Forschenden das Leben erheblich leichter zu machen. Das Programm übernimmt einen entscheidenden Teil der Kategorisierungsarbeit. Die Forschenden werden so von monotonen Sichtungsaufgaben entlastet und können sich stärker auf die tatsächliche Datenauswertung konzentrieren.
Wichtiger Baustein zur Arterhaltung
Gerade im Frühling, wenn die ersten Falter wieder zu sehen sind, wird die Vielfalt der Insekten für viele Menschen sichtbar. Doch um wissenschaftlich fundiert zu verstehen, wie sich Populationen verändern, schrumpfen oder an klimatische Bedingungen anpassen, sind exakte, massenhafte Daten unerlässlich. Das Jenaer Programm bietet hier eine dringend benötigte technische Lösung für ein strukturelles Problem in der biologischen Grundlagenforschung.
Hintergrund: Jena als Zentrum der Biodiversitätsforschung
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist international für ihre starke Ausrichtung in den Bio- und Umweltwissenschaften sowie der Bioinformatik bekannt. Durch die enge Anbindung an Institutionen wie das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) fließen regelmäßig Erkenntnisse aus der digitalen Datenverarbeitung direkt in die Naturwissenschaften ein.
Auch vor der eigenen Haustür spielt der Insektenschutz in der Region eine große Rolle: Das Naturschutzgebiet Leutratal und Cospoth südlich von Jena ist weit über die Grenzen Thüringens hinaus für seinen Reichtum an wilden Orchideen und eine seltene, extrem vielfältige Schmetterlingsfauna bekannt. Solche hochsensiblen heimischen Habitate profitieren langfristig von genauen, datengestützten Monitoring-Methoden, wie sie die neue Software aus Jena künftig weltweit ermöglichen kann.
Quelle:
Neue Software aus Jena analysiert Schmetterlinge
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