Jena (02.01.) – Das neue Jahr 2026 ist gerade erst angebrochen, die letzten Raketenüberreste sind von den Straßen gekehrt, doch der Alltag hat die Saalestadt noch nicht ganz wieder eingeholt. Der heutige Freitag, der 2. Januar, wird von vielen Arbeitnehmern und auch niedergelassenen Ärzten als klassischer Brückentag genutzt. Doch Krankheiten und akute Beschwerden kennen keine Feiertage oder verlängerten Wochenenden. Wer heute in Jena mit Zahnschmerzen aufwacht, ein dringendes Rezept benötigt oder unter einem plötzlichen Infekt leidet, steht oft vor verschlossenen Praxistüren. Wir geben einen Überblick, wie die medizinische Versorgung in Jena heute geregelt ist und an wen Sie sich wenden können.
Der ärztliche Bereitschaftsdienst: Die Nummer 116 117
Wenn der Hausarzt im Urlaub ist, ist der kassenärztliche Bereitschaftsdienst die erste Anlaufstelle für Patienten, deren Erkrankung nicht lebensbedrohlich ist, aber auch nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten kann. Unter der bundesweiten Rufnummer 116 117 erreichen Bürger in Jena rund um die Uhr medizinisches Fachpersonal. Hier wird geklärt, ob ein Hausbesuch notwendig ist oder wo sich die nächste geöffnete Bereitschaftspraxis befindet. Gerade in der aktuellen Erkältungssaison ist dies ein wichtiger Filter, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.
Wichtig für die Jenaer Bevölkerung: Der Bereitschaftsdienst ist nicht mit dem Rettungsdienst zu verwechseln. Bei lebensbedrohlichen Zuständen wie Verdacht auf Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweren Unfällen gilt nach wie vor sofort die Notrufnummer 112.
Apotheken-Notdienst in Jena
Auch die Versorgung mit Medikamenten ist am heutigen Freitag und dem folgenden Wochenende gesichert, jedoch nicht durch die regulären Öffnungszeiten aller Filialen. Die Apotheken in Jena wechseln sich im Turnus ab, um eine 24-Stunden-Versorgung zu gewährleisten. Der Notdienst wechselt in der Regel morgens um 8:00 Uhr.
Da die Notdienstpläne kurzfristigen Änderungen unterliegen können, empfiehlt es sich, vor dem Weg zur Apotheke einen Blick auf die offiziellen Portale der Landesapothekerkammer Thüringen zu werfen oder den Aushang an der nächstgelegenen Apotheke zu prüfen. Oft deckt der Notdienst das Stadtgebiet geografisch ab, sodass sowohl im Zentrum als auch in großen Stadtteilen wie Lobeda oder Winzerla eine Anlaufstelle erreichbar sein sollte. Wer den Notdienst in Anspruch nimmt, muss wie gewohnt mit der gesetzlichen Notdienstgebühr rechnen.
Wann in die Notaufnahme am UKJ?
Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) in Lobeda ist als Maximalversorger natürlich rund um die Uhr besetzt. Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) ist jedoch primär für schwere und komplexe Notfälle gedacht. In der Vergangenheit appellierten die Kliniken in Thüringen immer wieder an die Bevölkerung, die Notaufnahmen nicht mit Bagatellerkrankungen zu überlasten. Wer „nur“ ein grippaler Infekt plagt, ist beim kassenärztlichen Bereitschaftsdienst oder in einer der wenigen geöffneten Akut-Sprechstunden besser aufgehoben. Dies hilft dem Personal am Klinikum, sich auf die kritischen Patienten zu konzentrieren.
Fazit
Auch wenn heute viele Praxen geschlossen bleiben, ist das medizinische Sicherheitsnetz in Jena eng geknüpft. Mit etwas Geduld am Telefon unter der 116 117 und dem Wissen um die Notdienst-Apotheken kommen die Jenaer gut versorgt durch das erste Wochenende des Jahres.