Jena, 27. März 2026. Nach fast zwei Jahrzehnten schließt das traditionsreiche Geschäft „Manufaktura“ in der Jenaer Innenstadt. Wirtschaftliche Schwierigkeiten durch die Pandemie und ein schwerer gesundheitlicher Schicksalsschlag zwingen das Inhaber-Ehepaar zur endgültigen Aufgabe ihres Lebenswerks.
- Was: Schließung des Fachgeschäfts „Manufaktura“
- Wo: Bachstraße, Jena
- Wann: Nach knapp 20 Jahren Bestehen
- Wer: Inhaber Peter Urbach und Manuela Hezel
- Gründe: Spätfolgen der Corona-Pandemie sowie eine schwere Erkrankung der Inhaberin im Jahr 2022
Das Ende einer kreativen Institution
Die „Manufaktura“ in der Jenaer Bachstraße war für viele Kunden fast 20 Jahre lang ein fester Anlaufpunkt und galt als Ort der Kreativität, der Qualität und der guten Laune. Doch diese Ära geht nun zu Ende. „Wir wollten nicht aufhören, aber wir haben keine andere Wahl“, erklärte Mitinhaber Peter Urbach. Das Geschäft, das so lange das Straßenbild mitprägte, muss seine Türen für immer schließen.
Pandemie und gesundheitliche Rückschläge
Die Gründe für das Aus sind vielschichtig. Der wirtschaftliche Niedergang begann mit der Corona-Pandemie. Die Lockdowns und die daraus resultierenden Ausfälle setzten dem Geschäft stark zu. „Das hat uns das Genick gebrochen“, resümiert Inhaberin Manuela Hezel. Als sich die Auftragslage schließlich langsam wieder erholte, folgte 2022 ein schwerer persönlicher Rückschlag: Die Unternehmerin erlitt einen Schlaganfall, fiel ins Koma und musste einen langen Krankenhaus- und Rehabilitationsprozess durchlaufen. Bis heute kämpft sie mit den gesundheitlichen Folgen.
Nun ziehen beide die Reißleine. Manuela Hezel möchte sich fortan voll auf ihre Gesundheit und ihr körperliches Wohlbefinden konzentrieren. Trotz des schmerzhaften Abschieds von der Innenstadt bleibt sie optimistisch: „Ich kann nicht aufhören, kreativ zu sein“, sagt sie und blickt gemeinsam mit ihrem Mann zuversichtlich in einen neuen Lebensabschnitt.
Hintergrund: Strukturwandel in der Jenaer Innenstadt
Die Bachstraße gehört zum historischen Kern Jenas und grenzt unmittelbar an das ehemalige Klinikviertel. Über Jahrzehnte prägten hier kleine, inhabergeführte Manufakturen und Spezialitätengeschäfte das Straßenbild. Die Schließung der „Manufaktura“ steht exemplarisch für die anhaltenden Herausforderungen des stationären Einzelhandels: Neben den Nachwirkungen der Pandemie kämpfen viele kleine Gewerbetreibende in Thüringer Innenstädten mit veränderten Kaufgewohnheiten. Der Verlust solcher individuellen Anlaufpunkte verändert den Charakter historischer Gassen in Jena zunehmend.
Quelle:
„Haben keine andere Wahl“ – trauriger Abschied in Thüringer Innenstadt
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