Urteil in Ungarn: Maja T. aus Jena zu acht Jahren Haft verurteilt

  • Betroffene: Maja T. aus Jena
  • Ort des Geschehens: Landgericht Budapest-Hauptstadt, Ungarn
  • Urteil: 8 Jahre Haftstrafe
  • Hintergrund: Prozess um Angriffe auf Rechtsextreme (Antifa-Komplex)

Budapest/Jena. Im viel beachteten Prozess gegen die aus Jena stammende Maja T. ist am heutigen Mittwoch, den 4. Februar 2026, in Ungarn das Urteil gefallen. Das Gericht in Budapest verurteilte T. zu einer langjährigen Freiheitsstrafe.

Das Urteil in Budapest

Wie am Mittwochnachmittag bekannt wurde, verhängte das Landgericht Budapest-Hauptstadt eine Haftstrafe von acht Jahren gegen Maja T. Die Urteilsverkündung fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Maja T., die aus Jena stammt, verfolgte die Verhandlung im Gerichtssaal unter schwerer Bewachung und machte sich während der Ausführungen des Richters Notizen. Damit endet vorerst ein juristisches Verfahren, das sowohl in Deutschland als auch in Ungarn für erhebliches mediales und politisches Aufsehen gesorgt hat.

Hintergründe zum Verfahren

Der Fall steht im Zusammenhang mit den gewalttätigen Auseinandersetzungen rund um den sogenannten "Tag der Ehre" in Budapest im Februar 2023. Maja T. wurde vorgeworfen, Teil einer Gruppe linksextremer Aktivisten gewesen zu sein, die mutmaßliche Rechtsextremisten in der ungarischen Hauptstadt attackiert und teils schwer verletzt haben sollen. Die Anklagepunkte umfassten unter anderem die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung sowie Körperverletzung.

Der Fall hatte bereits im Vorfeld für Kontroversen gesorgt, insbesondere hinsichtlich der Auslieferung von Deutschland nach Ungarn. Kritiker, darunter die Familie von T. und Unterstützerkreise aus Jena, hatten immer wieder Bedenken bezüglich der Haftbedingungen in Ungarn und der Gewährleistung eines fairen Verfahrens geäußert. Die Überstellung nach Ungarn erfolgte damals unter großem Protest aus der linken Szene.

Reaktionen und Bedeutung für Jena

In Jena wird das Urteil mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Die Universitätsstadt verfügt über eine aktive linke Szene, die sich in der Vergangenheit mehrfach solidarisch mit Maja T. gezeigt hat. Es ist davon auszugehen, dass das verhängte Strafmaß von acht Jahren in den kommenden Tagen zu Reaktionen, möglichen Kundgebungen oder Solidaritätsbekundungen im Stadtgebiet führen könnte.

Für die Angehörigen und die Verteidigung stellt sich nun die Frage nach den nächsten juristischen Schritten. Oftmals besteht in solchen transnationalen Fällen nach einer Verurteilung das Bestreben, eine Überstellung zur Strafverbüßung in das Heimatland – in diesem Fall Deutschland – zu erwirken. Ob dies im Fall von Maja T. möglich sein wird, bleibt abzuwarten und hängt von den diplomatischen und juristischen Vereinbarungen zwischen den beiden EU-Staaten ab.

Fazit

Mit dem Richterspruch von acht Jahren hat die ungarische Justiz ein hartes Urteil gefällt, das als Signalwirkung verstanden werden kann. Für Maja T. bedeutet dies den vorläufigen Verbleib in ungarischer Haft, während Unterstützer in Jena den Fall weiterhin kritisch begleiten dürften.

Wir werden weiter über die Entwicklungen und mögliche Reaktionen aus Jena berichten.


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