- Aktueller Status: Das Umweltbundesamt meldet für Jena Luftqualitätswerte im „orangen Bereich“.
- Bedeutung: Dies signalisiert eine mäßige bis spürbare Belastung, die besonders für empfindliche Personengruppen relevant sein kann.
- Handlungsempfehlung: Anstrengende körperliche Aktivitäten im Freien sollten bei gesundheitlichen Vorbelastungen reduziert werden.
Jena (24.01.2026) – Ein Blick auf die aktuellen Messwerte des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt für die Saalestadt derzeit keine Entwarnung: Die Luftqualität in Jena wird aktuell in den „orangen Bereich“ eingestuft. Dies deutet auf eine erhöhte Konzentration von Luftschadstoffen hin, die zwar noch keinen akuten Alarmzustand darstellt, aber dennoch Aufmerksamkeit erfordert.
Was bedeutet „Warnstufe Orange“?
Der Luftqualitätsindex (LQI) des Umweltbundesamtes fasst die Belastung durch verschiedene Schadstoffe wie Feinstaub (PM10 und PM2.5), Stickstoffdioxid (NO2) und Ozon zusammen. Eine Einstufung in die Farbe Orange bedeutet, dass die Luftqualität als „mäßig“ bis „verschlechtert“ angesehen wird. Für die breite Bevölkerung besteht in der Regel keine unmittelbare Gefahr, jedoch können empfindliche Gruppen erste Auswirkungen spüren.
Menschen mit Asthma, chronischen Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Problemen sollten bei diesen Werten vorsichtiger sein. Das UBA empfiehlt in solchen Fällen oft, auf besonders anstrengende körperliche Betätigungen im Freien – wie etwa intensives Joggen entlang stark befahrenen Straßen – zu verzichten oder diese in die Parks und Höhenlagen zu verlegen.
Jenas Kessellage und der Winterfaktor
Dass Jena gerade in den Wintermonaten mit schlechteren Luftwerten zu kämpfen hat, ist kein neues Phänomen. Die geographische Kessellage im Saaletal begünstigt bei bestimmten Wetterlagen die Ansammlung von Schadstoffen. Besonders bei sogenannten Inversionswetterlagen, die im Januar häufig auftreten können, schiebt sich wärmere Luft über die kalte Luft am Boden. Dies wirkt wie ein Deckel auf dem Tal: Der Luftaustausch kommt zum Erliegen, und Abgase aus dem Verkehr sowie Emissionen aus Heizungen sammeln sich im Stadtgebiet an.
Neben dem Berufsverkehr tragen im Winter vor allem private Holzfeuerungsanlagen (Kamine und Öfen) zur Feinstaubbelastung bei. Bei windschwachen Lagen verbleiben diese Partikel lange in der Atemluft der Innenstadt und den angrenzenden tiefergelegenen Stadtteilen.
Tipps für den Alltag
Experten raten an Tagen mit orangem Luftqualitätsindex zu folgendem Verhalten:
- Lüften: Stoßlüften ist weiterhin wichtig, sollte aber idealerweise nicht zu den Hauptverkehrszeiten erfolgen.
- Mobilität: Wer kann, sollte auf das Auto verzichten und den ÖPNV nutzen, um die Stickoxid-Belastung nicht weiter zu erhöhen.
- Gesundheit beobachten: Bei Reizhusten oder Atemnot sollten Betroffene Aktivitäten im Freien sofort einschränken und gegebenenfalls ärztlichen Rat einholen.
Die aktuellen Werte können sich je nach Wind und Wetterlage schnell ändern. Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) überwacht die Werte kontinuierlich an den Messstationen.
Passen Sie auf sich auf und genießen Sie das Wochenende trotz der eingeschränkten Luftwerte – vielleicht bei einem Ausflug in die höheren Lagen rund um Jena, wo die Luft oft deutlich klarer ist.
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