Dicke Luft im Saaletal: Feinstaub-Grenzwerte in Jena überschritten

Zusammenfassung: Luftqualität in Jena

  • Ort: Jena (Stadtgebiet & Messstationen)
  • Problem: Erhöhte Feinstaubbelastung (PM2,5)
  • Gemessener Spitzenwert: 41 µg/m³
  • Bewertung: "Gefährdung" (Kategorie Orange)
  • Quelle: Umweltbundesamt (UBA)

Jena (31.01.2026) – Wer am Samstagmorgen in Jena aus dem Fenster blickt oder einen Spaziergang an der Saale plant, sollte Vorsicht walten lassen. Aktuelle Daten des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen eine signifikante Verschlechterung der Luftqualität in der Lichtstadt. Der für die Gesundheit kritische Feinstaubwert hat am Freitag, den 30. Januar, die Warnschwelle überschritten.

Messwerte im kritischen Bereich

An den Messstationen im Stadtgebiet wurden Konzentrationen von Feinstaub (PM2,5) in Höhe von bis zu 41 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) registriert. Um diese Zahl einzuordnen: Ein Wert zwischen 0 und 25 µg/m³ gilt als unbedenklich. Der aktuelle Wert liegt somit im Bereich der Kategorie "Orange", was eine gesundheitliche "Gefährdung" bedeutet, insbesondere für empfindliche Personengruppen.

Feinstaub dieser Kategorie besteht aus winzigen Partikeln, die tief in die Atemwege eindringen können. Während Jena mit 41 µg/m³ deutlich über dem Idealwert liegt, wurde der bundesweite Spitzenwert im sachsen-anhaltischen Roßla mit 62 µg/m³ gemessen.

Der "Jenaer Kessel" und die Winterluft

Dass sich die Luftqualität gerade jetzt verschlechtert, ist für Jenaer Lokalpatrioten leider kein unbekanntes Phänomen. Die topografische Kessellage des Saaletals begünstigt in den Wintermonaten sogenannte Inversionswetterlagen. Dabei legt sich eine wärmere Luftschicht wie ein Deckel über die kalte Luft am Boden. Ein Luftaustausch findet kaum noch statt.

Die Schadstoffe – verursacht durch den dichten Berufsverkehr auf der B88, Industrieabgase, aber im Winter vor allem auch durch Holzöfen und Kamine in den Wohngebieten – können nicht abziehen und sammeln sich im Tal an. Dies führt zu der aktuell gemessenen "dicken Luft".

Gesundheitliche Auswirkungen und Tipps

Feinstaub der Partikelgröße PM2,5 ist tückisch, da er nicht wie größerer Staub in der Nase gefiltert wird, sondern bis in die Lungenbläschen und sogar in den Blutkreislauf gelangen kann. Mögliche Folgen bei kurzfristiger hoher Belastung können Reizungen der Schleimhäute, Husten oder eine Verschlechterung bei Asthmatikern sein.

Experten raten bei der aktuellen Belastungssituation zu folgenden Maßnahmen:

  • Verzichten Sie heute auf intensive Ausdauersportarten im Freien (z.B. Joggen entlang der Saale oder stark befahrenen Straßen).
  • Lüften Sie Ihre Wohnung nur kurz und stoßweise (Stoßlüften), anstatt die Fenster dauerhaft auf Kipp zu lassen.
  • Wenn möglich, lassen Sie das Auto stehen und nutzen Sie den Jenaer Nahverkehr, um die Belastung nicht weiter zu erhöhen.

Ausblick

Die Werte werden vom Umweltbundesamt kontinuierlich überwacht. Eine Entspannung der Lage tritt meist erst ein, wenn Wind oder Niederschlag für eine Durchmischung der Luftschichten im Saaletal sorgen. Bis dahin empfiehlt es sich, die aktuellen Warnmeldungen im Auge zu behalten.

Kommen Sie gut und gesund durch das Wochenende!


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