Jena (08.01.2026) – Die frostigen Temperaturen der letzten Tage haben Jena fest im Griff. Mit dem winterlichen Wetter wächst bei vielen Spaziergängern und Wintersportfreunden die Sehnsucht, die zugefrorenen Wasserflächen der Stadt zu betreten. Doch der Schein trügt: Die Stadtverwaltung Jena hat am Donnerstag eine dringende Warnung herausgegeben. Das Betreten von Eisflächen auf Gewässern im Stadtgebiet ist derzeit lebensgefährlich und streng untersagt.
Trügerische Idylle am Schleichersee und an der Saale
Obwohl sich auf stehenden Gewässern wie dem beliebten Schleichersee („Schleicher“) oder kleineren Teichen in den Ortsteilen erste Eisschichten gebildet haben, ist die Tragfähigkeit keinesfalls gewährleistet. Besonders tückisch ist die Situation derzeit, da die Eisdecken oft ungleichmäßig dick sind. Strömungen unterhalb der Oberfläche, wie sie besonders in der Saale, aber auch in scheinbar ruhigen Gewässern vorkommen, verhindern ein gleichmäßiges Zufrieren. Was an einer Stelle stabil wirkt, kann nur wenige Meter weiter sofort unter dem Körpergewicht nachgeben.
Experten warnen davor, dass selbst bei tagelangem Dauerfrost die Sicherheit nicht automatisch gegeben ist. Ein Einbrechen in das eiskalte Wasser führt binnen weniger Minuten zu lebensbedrohlicher Unterkühlung (Hypothermie). Die Muskeln erstarren durch den Kälteschock so schnell, dass selbst geübte Schwimmer kaum eine Chance haben, sich ohne fremde Hilfe an die Oberfläche zu ziehen oder am glatten Eisrand festzuhalten.
Eltern und Hundebesitzer besonders gefordert
Die Stadtverwaltung appelliert im Zuge der Warnung am Donnerstag besonders an Eltern, ihre Kinder eindringlich auf die Gefahren hinzuweisen. Gerade in den Nachmittagsstunden, wenn Kinder im Paradiespark oder in den Wohngebieten wie Lobeda und Winzerla unterwegs sind, üben glitzernde Eisflächen eine magische Anziehungskraft aus. Ein „kurzes Ausprobieren“, ob das Eis hält, kann fatale Folgen haben.
Auch Hundehalter sollten in diesen Tagen besonders wachsam sein. Es wird dringend empfohlen, Hunde in der Nähe von Gewässern an der Leine zu führen. Rennt ein Tier auf das dünne Eis und bricht ein, bringen sich Herrchen oder Frauchen oft selbst in tödliche Gefahr beim Versuch, den Vierbeiner zu retten. Die Feuerwehr muss in solchen Fällen nicht selten sowohl Mensch als auch Tier unter dramatischen Umständen bergen.
Richtiges Verhalten im Notfall
Sollten Passanten beobachten, wie eine Person im Eis einbricht, ist schnelles, aber besonnenes Handeln gefragt:
- Notruf wählen: Alarmieren Sie sofort die Feuerwehr und den Rettungsdienst unter der 112.
- Eigensicherung beachten: Betreten Sie auf keinen Fall selbst das brüchige Eis.
- Hilfsmittel nutzen: Versuchen Sie, dem Verunglückten vom Ufer aus Äste, Leitern oder Seile zuzureichen.
Die Stadt Jena weist darauf hin, dass es derzeit keine freigegebenen Eisflächen im Stadtgebiet gibt. Offizielle Freigaben erfolgen extrem selten und erst nach wochenlangem, strengen Frost sowie offizieller Prüfung durch die Behörden. Bis dahin gilt: Genießen Sie den Winter in Jena sicher vom Ufer aus.
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