Jena, 06. März 2026. Das literarische Erbe eines der bedeutendsten Chronisten des 20. Jahrhunderts steht in den kommenden Tagen im Mittelpunkt der Jenaer Kulturszene. Mit einer umfangreichen Abendveranstaltung im Theaterhaus sowie einem cineastischen Vorprogramm im Kino Schillerhof wird an den Schriftsteller Günter de Bruyn erinnert.
- Was: Lange Nacht für Günter de Bruyn (Motto: „Dieser weltumspannend leise Ton“)
- Wann: Samstag, 14. März 2026, 18:00 bis 23:00 Uhr
- Wo: Theaterhaus Jena, Schillergäßchen 1, 07745 Jena
- Film-Vorprogramm: Mittwoch, 11. März 2026, 17:30 Uhr, Kino Schillerhof (Helmboldstraße 1, 07749 Jena)
Prominente Wegbegleiter im Theaterhaus
Unter dem Titel „Dieser weltumspannend leise Ton“ lädt das Theaterhaus Jena am Samstag, den 14. März, zu einer fünfstündigen Hommage ein. Wegbegleiter, Künstler und Literaturkenner kommen zusammen, um in Lesungen, Gesprächen und durch musikalische Beiträge an das facettenreiche Leben und Werk des Autors zu erinnern.
Auf der Gästeliste des Abends stehen namhafte Persönlichkeiten des deutschen Kulturbetriebs. Darunter der Schriftsteller Ingo Schulze, die renommierte Fotografin Barbara Klemm sowie der Schauspieler und Autor Hanns Zischler. Ebenfalls anwesend sein werden de Bruyns Sohn, Wolfgang de Bruyn, sowie die Nachlassbearbeiter Carola Wiemers-Opitz und Michael Opitz, die tiefe Einblicke in das literarische Erbe des Autors geben können.
Film und Zeitzeugengespräch im Schillerhof
Bereits einige Tage zuvor, am Mittwoch, den 11. März, schlägt das Kino Schillerhof in Jena-Ost die Brücke zum Werk de Bruyns auf der Leinwand. Um 17:30 Uhr wird der Spielfilm „Glück im Hinterhaus“ gezeigt, der auf de Bruyns populärem Roman „Buridans Esel“ basiert. Im Anschluss an die Filmvorführung haben die Zuschauer die Gelegenheit, an einem Publikumsgespräch mit der Schauspielerin Ute Lubosch teilzunehmen, die im Film eine tragende Rolle spielte.
Hintergrund: Günter de Bruyn und die literarische Bedeutung
Günter de Bruyn (1926–2020) zählt zu den wichtigsten literarischen Stimmen der jüngeren deutschen Geschichte. In seinen Romanen, Essays und autobiografischen Texten setzte er sich feinsinnig und oft mit leiser Ironie mit der Gesellschaft der DDR auseinander. Zudem machte er sich als Herausgeber und Biograf historischer Persönlichkeiten, wie beispielsweise Jean Paul und Theodor Fontane, einen großen Namen. Sein Werk prägte Generationen von Lesern und gilt als präzise Chronik deutsch-deutscher Befindlichkeiten im 20. Jahrhundert.
Dass Jena dieses Werk an zwei so unterschiedlichen Kulturorten würdigt, spiegelt die Vielseitigkeit de Bruyns wider. Das Theaterhaus Jena steht traditionell für einen diskursiven, offenen Umgang mit zeitgenössischen und historischen Texten. Der Schillerhof, eines der traditionsreichsten Programmkinos der Region, bietet durch seine familiäre Atmosphäre den passenden Rahmen für intensive Literaturverfilmungen und die unmittelbare Auseinandersetzung zwischen Künstlern und Publikum.
Quelle:
Lange Nacht für Günter de Bruyn im Theaterhaus Jena
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