Jena (04.08.) – Es klingt wie eine Szene aus einer Komödie, endete jedoch mit einem gehörigen Schreck und Blechschaden: In Jena hat am Montag, den 4. August, eine simple Stubenfliege einen Verkehrsunfall verursacht. Während sich die Polizei in der Saalestadt üblicherweise mit Vorfahrtsverletzungen auf dem Magdelstieg oder Auffahrunfällen auf der Stadtrodaer Straße beschäftigen muss, war hier ein winziger, aber penetranter Störenfried der Auslöser für das Malheur.
Der ungleiche Kampf im Cockpit
Nach ersten Informationen ereignete sich der Vorfall, als ein Autofahrer in Jena unterwegs war und plötzlich von einer im Fahrzeuginnenraum umherschwirrenden Fliege belästigt wurde. Das Insekt, so berichtet der MDR, raubte dem Fahrer offenbar derart den Nerv, dass dieser versuchte, den Plagegeist während der Fahrt zu verscheuchen oder gar zu erschlagen.
Dieser Moment der Unachtsamkeit reichte aus: Durch die heftigen Bewegungen und den Fokus auf das Insekt verlor der Fahrer kurzzeitig die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Resultat war ein Unfall, der glücklicherweise glimpflich ausging, aber deutlich macht, wie schnell die Konzentration im Straßenverkehr verloren gehen kann. Gerade im dichten Jenaer Stadtverkehr, wo Straßenbahnen, Radfahrer und Fußgänger ständige Aufmerksamkeit fordern, können solche Sekundenbruchteile entscheidend sein.
Ablenkung als unterschätzte Gefahr
Der Vorfall mag auf den ersten Blick zum Schmunzeln anregen, hat aber einen ernsten Hintergrund. Verkehrsexperten warnen immer wieder davor, dass Ablenkung mittlerweile eine der häufigsten Unfallursachen ist. Meistens sind es Smartphones oder das Bedienen des Navigationsgerätes, doch auch Insekten im Auto sind ein bekanntes Phänomen, das immer wieder zu gefährlichen Situationen führt.
Wer auf Jenas kurvigen Straßen oder den engen Gassen der Innenstadt unterwegs ist, sollte Panikreaktionen unbedingt vermeiden. Experten raten in solchen Fällen zu folgendem Verhalten:
- Ruhe bewahren: Hektisches Schlagen nach dem Tier führt oft zum Verreißen des Lenkrads.
- Fenster öffnen: Durch den Luftzug wird das Insekt oft nach draußen gesogen.
- Anhalten: Wenn das Tier nicht verschwindet oder aggressiv (wie eine Wespe) wirkt, ist der sicherste Weg, den Blinker zu setzen, rechts heranzufahren und das Tier im Stand aus dem Wagen zu befördern.
Fazit
Dieser ungewöhnliche Unfall in Jena dient als Mahnung für alle Verkehrsteilnehmer: Der Fokus gehört zu 100 Prozent auf die Straße. Ob Stau auf der B88 oder eine Fliege auf der Nase – Sicherheit geht vor. Dem betroffenen Fahrer bleibt nun der Ärger über den Schaden und wohl eine Geschichte, die er so schnell nicht vergessen wird.