Kunstprojekt in Jena: Senioren bringen ihre Erinnerungen zu Papier

Jena, 21.03.2026 – Ein innovatives Kunstprojekt von Studentinnen der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena verbindet Biografiearbeit mit kreativem Ausdruck. Unter dem Titel „Alte Hände – Neue Bilder“ brachten Senioren ihre wertvollsten Lebenserinnerungen zu Papier.

  • Projektname: „Alte Hände – Neue Bilder“
  • Initiatoren: Drei Studentinnen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena
  • Methodik: Erinnerungsaktivierung durch Musik, Gerüche und haptische Gegenstände
  • Ausstellung: Die Vernissage fand am vergangenen Mittwoch im Katharinenhof statt.

Das Kunstprojekt zeigt eindrucksvoll, wie kreative Ansätze in der Seniorenarbeit wirken können. Ziel der Initiatorinnen war es, älteren Menschen eine neue Form des nonverbalen Ausdrucks zu ermöglichen und gleichzeitig kognitive Ressourcen zu mobilisieren.

Sinnesreize als Brücke zur Vergangenheit

Die Methodik der Studentinnen zielte darauf ab, verschüttete Erinnerungen sanft an die Oberfläche zu holen. Anstatt rein auf kognitive Gespräche zu setzen, nutzten die angehenden Akademikerinnen gezielt auditive, olfaktorische und taktile Reize. Durch das Abspielen bekannter Musikstücke aus der Jugendzeit der Senioren, den Einsatz von bestimmten Gerüchen und das Ertasten von Alltagsgegenständen aus vergangenen Jahrzehnten wurden biografische Meilensteine reaktiviert. Die auf diese Weise geweckten Emotionen und Bilder brachten die Teilnehmer anschließend mit Farben und Stiften zu Papier.

Präsentation im Katharinenhof

Die entstandenen Werke sind mehr als nur Bilder; sie sind visuelle Zeugnisse gelebter Geschichte. Den feierlichen Abschluss des Projekts bildete eine Vernissage am vergangenen Mittwoch. Im Katharinenhof hatten die Senioren die Möglichkeit, ihre individuellen Kunstwerke der Öffentlichkeit, Angehörigen sowie dem Pflegepersonal zu präsentieren und die Geschichten hinter den Motiven zu teilen.

Hintergrund: Biografiearbeit und Erinnerungspflege

Projekte wie „Alte Hände – Neue Bilder“ basieren auf den Prinzipien der Biografiearbeit, die in der modernen Altenpflege und Sozialen Arbeit eine zentrale Rolle spielt. Insbesondere das olfaktorische (Geruch) und das musikalische Gedächtnis bleiben bei altersbedingten Einschränkungen oder demenziellen Veränderungen oft am längsten erhalten. Düfte wie Bohnerwachs, Kernseife oder frischer Kaffeeduft können tiefe Erinnerungen an die Kindheit oder das frühere Arbeitsleben wecken.

Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena, insbesondere im Fachbereich Gesundheit und Pflege sowie Sozialwesen, legt großen Wert auf praxisnahe Projektarbeiten. Solche Kooperationen mit lokalen Einrichtungen fördern nicht nur die soziale Teilhabe der Senioren, sondern bereiten die Studierenden auch optimal auf die Empathie und Methodenkompetenz in der Arbeit mit geriatrischen Menschen vor.


Quelle:

Kunstprojekt – Senioren bringen Erinnerungen zu Papier


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