Jena, 26. März 2026. Auf fünf Spielplätzen im Stadtgebiet Jena erleichtern ab sofort neu aufgestellte Kommunikationstafeln das gemeinsame Spielen und die Verständigung. Das Inklusionsprojekt wurde durch das städtische Bürgerbudget ermöglicht.
- Was: Installation von Tafeln zur unterstützten Kommunikation.
- Wo: Auf fünf ausgewählten Spielplätzen in Jena.
- Zielgruppe: Menschen (insbesondere Kinder), die nicht oder nur eingeschränkt sprechen können.
- Kosten: Rund 5.800 Euro.
- Finanzierung: Jenaer Bürgerbudget 2024.
Verständigung durch 66 Symbole
Die neuen Tafeln sind ein wichtiger Schritt hin zu mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Sie sind mit 66 leicht verständlichen Piktogrammen und Symbolen bedruckt. Diese bieten eine nonverbale Ausdrucksmöglichkeit: Nutzerinnen und Nutzer können durch einfaches Daraufzeigen ihre aktuellen Wünsche, Bedürfnisse oder auch Gefühle mitteilen. Um sicherzustellen, dass auch die jüngsten Spielplatzbesucher sowie Kinder im Rollstuhl die Tafeln problemlos erreichen und nutzen können, wurden diese bewusst auf einer sehr niedrigen Höhe angebracht.
Erfolgreiches Projekt aus dem Bürgerbudget
Die Realisierung der Spielplatztafeln ist ein direktes Ergebnis bürgerschaftlichen Engagements in Jena. Die Idee wurde im Rahmen des Bürgerbudgets 2024 eingereicht und fand großen Anklang in der Bevölkerung. Bei der öffentlichen Abstimmung sammelte der Vorschlag insgesamt 322 Stimmen und sicherte sich damit den 4. Platz. Für die praktische Umsetzung dieses städtischen Herzensprojekts wurden aus den Mitteln des Bürgerbudgets rund 5.800 Euro eingesetzt.
Hintergrund: Das Jenaer Bürgerbudget und Inklusion auf Spielplätzen
Das Bürgerbudget der Stadt Jena ermöglicht es den Einwohnerinnen und Einwohnern jedes Jahr, eigene Ideen zur Stadtentwicklung einzubringen und direkt über die Vergabe städtischer Gelder abzustimmen. Projekte, die das soziale Miteinander fördern und Barrieren abbauen, stehen dabei regelmäßig im Fokus.
Barrierefreie und inklusive Spielplätze gewinnen in der modernen Stadtplanung zunehmend an Bedeutung. Neben Kommunikationstafeln für die nonverbale Verständigung gehören zu einem inklusiven Spielkonzept oft auch unterfahrbare Sandkästen, rollstuhlgerechte Karussells oder spezielle Schaukelsitze (sogenannte Vogelnestschaukeln). Solche Maßnahmen stellen sicher, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen, interagieren und voneinander lernen können – ein essenzieller Baustein für eine integrative und familienfreundliche Stadtgesellschaft.
Quelle:
Kommunikationstafeln auf Spielplätzen
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