David schlägt Goliath: Jenaer Stadion setzt sich gegen das Bernabéu durch

Jena (07.03.2025) – Es klingt wie ein vorgezogener Aprilscherz oder der Traum eines jeden FCC-Fans, doch laut Medienberichten ist es Realität geworden: Das neue Jenaer Fußballstadion, die ad hoc arena im Ernst-Abbe-Sportfeld, hat in einem direkten Vergleich das weltberühmte Santiago Bernabéu von Real Madrid geschlagen. Eine Nachricht, die nicht nur in den Fanforen des FC Carl Zeiss Jena für ungläubiges Staunen und großen Jubel sorgt, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung findet.

Sieg der Leidenschaft gegen den Gigantismus

Dass Jena sich mit Madrid misst, kommt sportlich eher selten vor. Doch in der Welt der Stadion-Architektur und der Fan-Votings gelten eigene Gesetze. Während das umgebaute Bernabéu in der spanischen Hauptstadt als ein Milliarden-Projekt mit verschließbarem Dach und futuristischer Fassade glänzt, punktet das neue Schmuckkästchen im Jenaer Paradies mit anderen Werten: Nähe, Tradition und einer unverwechselbaren Lage direkt an der Saale.

Der Sieg in diesem Vergleich – vermutlich im Rahmen einer internationalen Abstimmung über Stadion-Neubauten – verdeutlicht die immense Mobilisierungskraft der Jenaer Anhängerschaft. David hat Goliath besiegt, zumindest wenn es um die Gunst der Architektur- und Fußballfans geht. Es ist ein symbolischer Triumph der klassischen Fußballkultur gegen den modernen Hochglanz-Fußball der Superlative.

Ein Meilenstein für das Ernst-Abbe-Sportfeld

Für die Betreiber und die Stadt Jena ist diese Meldung eine Bestätigung für den jahrelangen, teils steinigen Weg des Umbaus. Aus dem weiten Rund mit Laufbahn ist ein enges, stimmungsvolles reines Fußballstadion geworden, das modernen Ansprüchen genügt, ohne seine Seele zu verlieren. Wichtige Merkmale, die das Stadion so besonders machen, sind:

  • Die Erhaltung der „Giraffen“: Die ikonischen Flutlichtmasten blieben als Wahrzeichen erhalten.
  • Die Nähe zum Spielfeld: Keine Laufbahn mehr, die Fans sitzen fast direkt an der Seitenlinie.
  • Die Lage im Paradies: Eingebettet in den Volkspark Oberaue, bietet das Stadion eine der schönsten Kulissen im deutschen Profifußball.

Dieser Achtungserfolg gegen das Stadion der „Königlichen“ aus Madrid dürfte das Selbstbewusstsein in Jena weiter stärken. Zwar wird in der ad hoc arena kein Champions-League-Finale stattfinden, doch in den Herzen der Fans und offenbar auch in der Gunst neutraler Beobachter hat Jena die Nase vorn. Ein schönes Signal für den Standort Thüringen, dass man sich mit guter Planung und leidenschaftlicher Unterstützung auch vor den ganz Großen dieser Welt nicht verstecken muss.