Eskalation in Jena-West: 41-Jähriger schlägt Nachbarn mit Feuerlöscher nieder

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ort: Jena-West, Mehrfamilienhaus
  • Zeitpunkt: Donnerstagabend (12.02.2026)
  • Vorfall: Angriff mit einem Feuerlöscher
  • Folgen: Ein Verletzter im Krankenhaus, Missbrauch von Nothilfemitteln

Jena. Ein heftiger Streit unter Hausbewohnern hat am Donnerstagabend im Stadtteil Jena-West für einen Polizeieinsatz und erhebliche Unruhe gesorgt. Was als verbale Auseinandersetzung begann, endete in roher Gewalt und einem ausgelösten Feueralarm.

Streit eskaliert zur gefährlichen Körperverletzung

Nach Angaben der Landespolizeiinspektion Jena wurden die Beamten zu einem Mehrfamilienhaus gerufen, nachdem ein 33-jähriger Zeuge eine aggressive Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern gemeldet hatte. Vor Ort stellte sich die Situation als weitaus dramatischer heraus, als zunächst angenommen.

Ersten Ermittlungen zufolge gerieten ein 41-jähriger Mann und ein 48-jähriger Bewohner in Streit. Die Situation schaukelte sich so weit hoch, dass der Jüngere zu einem drastischen Mittel griff: Er attackierte sein Gegenüber mit einem Feuerlöscher. Der schwere Metallbehälter wurde dabei als Schlagwerkzeug eingesetzt, was in juristischer Hinsicht den Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung erfüllt, da der Feuerlöscher hier als „gefährliches Werkzeug“ zweckentfremdet wurde.

Chaos im Treppenhaus und Krankenhausaufenthalt

Doch mit dem Angriff war der Vorfall noch nicht beendet. Im Anschluss an die körperliche Attacke wurde der Feuerlöscher im Gebäude entleert. Die austretenden Löschmittelwolken sorgten nicht nur für eine starke Verschmutzung und Sichtbehinderung, sondern lösten auch die automatische Brandmeldeanlage des Hauses aus. Dies führte zu zusätzlicher Aufregung unter den Bewohnern des Hauses in Jena-West.

Die Polizei konnte den mutmaßlichen 41-jährigen Täter noch vor Ort antreffen. Er zeigte sich gegenüber den Einsatzkräften weiterhin aggressiv und musste zunächst in Gewahrsam genommen werden, um die Situation zu beruhigen und die Personalien festzustellen.

Für das 48-jährige Opfer endete der Abend in der Notaufnahme. Nachdem der Alarm deaktiviert und die erste Gefahr gebannt war, wurde der verletzte Mann durch den Rettungsdienst erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Einordnung: Gewalt im sozialen Nahraum

Der Stadtteil Jena-West gilt gemeinhin als beliebtes und dicht besiedeltes Wohnviertel. Vorfälle dieser Art, bei denen Alltagsgegenstände oder Sicherheitseinrichtungen als Waffen missbraucht werden, stellen jedoch eine besondere Gefährdung dar. Ein Feuerlöscher, der eigentlich Leben retten soll, kann durch sein hohes Eigengewicht bei einem Schlag lebensgefährliche Verletzungen verursachen. Zudem ist das mutwillige Entleeren und die damit verbundene Alarmauslösung strafrechtlich relevant und kann zivilrechtliche Forderungen für die Reinigung und den Einsatz nach sich ziehen.

Wie geht es weiter?

Die Polizei Jena hat gegen den 41-Jährigen ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des Streits dauern an. Es ist davon auszugehen, dass auch die Kosten für den Feuerwehreinsatz und die Reinigung des Treppenhauses Teil der weiteren juristischen Auseinandersetzung sein werden.

Wir halten Sie über weitere Entwicklungen in diesem Fall auf dem Laufenden.


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