Jena (09.01.2026) – Der Winter hat Jena fest im Griff, und mit den sinkenden Temperaturen wächst bei vielen Bürgern die Sehnsucht nach Schlittschuhspaß und Spaziergängen auf gefrorenen Seen. Doch der schöne Schein trügt gewaltig. Die Stadtverwaltung Jena hat am Freitag eine eindringliche Warnung herausgegeben: Das Betreten von zugefrorenen Gewässern im Stadtgebiet ist derzeit mit akuter Lebensgefahr verbunden.
Trügerische Idylle im Paradies und am Schleichersee
Obwohl die Temperaturen in den letzten Tagen spürbar angezogen haben, reicht die Kälte bei Weitem nicht aus, um eine tragfähige Eisschicht zu bilden. Besonders tückisch ist die Situation an stehenden Gewässern wie dem beliebten Schleichersee (Südbad) oder den diversen Teichen in der Oberaue. Was vom Ufer aus wie eine solide weiße Fläche aussieht, ist oft nur eine hauchdünne Eisschicht, die unter der Last eines Menschen sofort nachgibt.
Ein Sprecher der Stadt machte deutlich, dass es in Jena grundsätzlich keine offiziell freigegebenen Eisflächen auf natürlichen Gewässern gibt. Die Stadt führt keine Messungen der Eisdicke durch, weshalb das Betreten immer auf eigene Gefahr geschieht – und im aktuellen Fall einem russischen Roulette gleicht. Auch fließende Gewässer wie die Saale frieren aufgrund der Strömung nie gleichmäßig zu, was sie zu absoluten Sperrzonen für Winterspaziergänger macht.
Gefahr des Kälteschocks
Experten der Feuerwehr und Wasserwacht warnen regelmäßig vor den physiologischen Folgen eines Einbruchs ins Eis. Das Wasser unter der Oberfläche hat Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Wer einbricht, erleidet oft binnen Sekunden einen Kälteschock. Die Folgen sind fatal:
- Schlagartige Muskelverhärtung und Bewegungsunfähigkeit.
- Orientierungsverlust unter der Eisdecke.
- Bewusstlosigkeit innerhalb weniger Minuten.
Selbst geübte Schwimmer haben in dieser Situation kaum eine Chance, sich ohne fremde Hilfe zu befreien. Besonders gefährdet sind Kinder, die die Gefahren beim Spielen oft nicht einschätzen können und sich leichtsinnig auf die glitzernden Flächen wagen.
Appell an Eltern und Tierhalter
Die Stadtverwaltung appelliert daher am Wochenende eindringlich an alle Eltern, ihre Kinder über die Gefahren aufzuklären und sie nicht unbeaufsichtigt in der Nähe von Gewässern spielen zu lassen. Auch Hundehalter sind zur Vorsicht gemahnt: Immer wieder kommt es zu dramatischen Szenen, wenn Tiere auf das Eis laufen und einbrechen. Herrchen oder Frauchen sollten in solchen Fällen keinesfalls hinterherlaufen, sondern sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 verständigen.
Genießen Sie den Winter in Jena lieber auf den befestigten Wegen im Paradiespark oder auf den Höhenzügen rund um die Stadt, wo der Frost für spektakuläre Aussichten sorgt – ganz ohne das Risiko, nasse und lebensgefährlich kalte Füße zu bekommen.
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