Jena (10.01.2026) – Der Winter hat sich in der Saalestadt zurückgemeldet, und das mit tückischen Folgen für den Berufsverkehr. Plötzlich auftretende Schnellglätte verwandelte am Freitagmorgen Teile des Jenaer Straßennetzes in gefährliche Rutschbahnen. Für mehrere Autofahrer endete die Fahrt zur Arbeit oder zur Schule mit Blechschäden, da die Reifen auf dem spiegelglatten Asphalt keinen Halt mehr fanden.
Gefahr aus dem Nichts am Freitagmorgen
Die meteorologischen Bedingungen waren am Freitag denkbar ungünstig. Während die Temperaturen in der Nacht zum Teil noch moderat erschienen, sorgte ein rascher Temperatursturz in den frühen Morgenstunden in Kombination mit vorhandener Restfeuchte für das gefürchtete „Blitzeis“. Besonders betroffen waren dabei nicht nur die klassischen Gefahrenstellen wie Brücken über die Saale, sondern auch schattige Abschnitte entlang der B88 und der B7.
Die Polizei registrierte mehrere witterungsbedingte Unfälle im Stadtgebiet und dem direkten Umland. In den meisten Fällen blieb es glücklicherweise bei Sachschäden, doch die Häufung der Vorfälle innerhalb kurzer Zeit stellte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen. Wer am Freitagmorgen aus den höher gelegenen Ortsteilen wie Ziegenhain, Cospeda oder vom Landgrafen hinab ins Tal pendelte, musste besonders behutsam agieren.
Topografie als Risikofaktor
Jena ist aufgrund seiner Kessellage und der topografischen Besonderheiten im Winter ein anspruchsvolles Terrain für Kraftfahrer. Die Temperaturunterschiede zwischen dem warmen Saaletal und den Höhenzügen der Kernberge oder des Jenzig können oft mehrere Grad betragen.
- Brücken: Kühlen schneller aus als Straßen auf Erdreich (z.B. Camsdorfer Brücke oder Paradiesbrücke).
- Schneisen: Kalte Luftströme sorgen an Waldrändern für unerwartete Glätte.
- Höhenlagen: In Lobeda-West oder Winzerla kann die Situation entspannt sein, während es in Isserstedt noch glatt ist.
Der Kommunalservice Jena (KSJ) war am Freitag entsprechend im Einsatz, um die Hauptverkehrsadern mit Streugut zu sichern. Dennoch gilt: Kein Winterdienst kann überall gleichzeitig sein, wenn gefrierender Regen oder überfrierende Nässe schlagartig auftreten.
Appell an die Vernunft der Autofahrer
Angesichts der aktuellen Wetterlage mahnen Verkehrsexperten und die Polizei weiterhin zur Vorsicht. Auch wenn der Samstag vielleicht trocken beginnt, kann sich die Situation in den Nächten schnell ändern. Autofahrer sollten:
Die Geschwindigkeit drastisch reduzieren, den Sicherheitsabstand zum Vordermann mindestens verdoppeln und ruckartige Lenkbewegungen vermeiden. Wer noch keine Winterreifen aufgezogen hat, handelt nicht nur fahrlässig, sondern riskiert auch den Versicherungsschutz. Für das restliche Wochenende wird empfohlen, vor Fahrtantritt kurz die Außentemperatur und den Straßenzustand zu prüfen, bevor man sich in den Verkehr begibt.
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