Digitale Bildung: Jenaer Schule startet Pilotprojekt mit Künstlicher Intelligenz

  • Zukunft des Lernens: Eine Jenaer Schule erprobt den Einsatz von KI im Unterricht.
  • Medienbericht: Der MDR machte am Wochenende auf das Pilotprojekt aufmerksam.
  • Bildungsstandort Jena: Die Lichtstadt unterstreicht ihre Rolle als Innovationszentrum.

Jena (12.01.2026) – Die Digitalisierung an Thüringer Schulen erreicht die nächste Stufe: In Jena hat eine Schule damit begonnen, Künstliche Intelligenz (KI) aktiv in den Schulalltag zu integrieren und zu testen. Dies geht aus einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) vom Sonntagabend hervor. Während KI-Anwendungen in der Wirtschaft und an der Friedrich-Schiller-Universität bereits zum Alltag gehören, stellt der systematische Einsatz im Klassenzimmer noch ein Novum dar, das nun an der Saale erprobt wird.

Pilotprojekt an der Saale

Laut den Informationen des MDR dient der Testlauf dazu, Erfahrungen zu sammeln, wie moderne Algorithmen den Lernprozess unterstützen können. Konkrete Details, um welche Schule es sich handelt, wurden im ersten Bericht noch nicht spezifiziert, doch der Schritt passt zur Strategie der Stadt Jena, sich als moderner Bildungs- und Technologiestandort zu profilieren.

Bei solchen Pilotprojekten geht es in der Regel nicht darum, Lehrkräfte durch Maschinen zu ersetzen. Vielmehr stehen adaptive Lernsysteme im Fokus, die sich dem Tempo der Schüler anpassen, oder Assistenzsysteme, die bei der Recherche und Textstrukturierung helfen. Ziel ist es oft, individuelle Förderung zu ermöglichen, die im klassischen Frontalunterricht zu kurz kommen kann. Jena nimmt hierbei einmal mehr eine Vorreiterrolle im Freistaat ein.

Jena als idealer Nährboden für Innovation

Dass gerade eine Schule in Jena diesen Schritt wagt, ist kein Zufall. Die Stadt ist durch die Nähe zur Friedrich-Schiller-Universität, den zahlreichen Fraunhofer- und Max-Planck-Instituten sowie Technologie-Riesen wie Carl Zeiss und Jenoptik prädestiniert für technische Innovationen. Die enge Verzahnung von Forschung, Wirtschaft und Bildung gehört zur DNA der Lichtstadt.

Experten fordern seit Jahren, dass Schule die Lebensrealität der Schüler abbilden muss. Da KI-Tools wie Sprachmodelle und Bildgeneratoren die Arbeitswelt von morgen massiv prägen werden, ist der kompetente Umgang mit diesen Technologien – die sogenannte „AI Literacy“ – eine Schlüsselqualifikation. Jenaer Schüler könnten durch solche Projekte einen entscheidenden Startvorteil erhalten, indem sie frühzeitig lernen, KI nicht nur zu konsumieren, sondern kritisch zu hinterfragen und produktiv einzusetzen.

Chancen und Herausforderungen im Klassenzimmer

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Schulen wird bundesweit jedoch auch kontrovers diskutiert. Neben den didaktischen Chancen stehen Fragen des Datenschutzes und der Bewertungsgerechtigkeit im Raum. Wie bewertet man eine Hausaufgabe, bei der eine KI assistiert hat? Wie schützt man die Daten der Minderjährigen vor der Weiterverarbeitung durch große Tech-Konzerne?

Das Jenaer Pilotprojekt dürfte genau auf diese Fragen Antworten suchen. Es ist davon auszugehen, dass die Ergebnisse des Testlaufs nicht nur für die beteiligte Schule, sondern für das gesamte Thüringer Bildungsministerium von Interesse sein werden. Gelingt die Integration, könnte das „Jenaer Modell“ zur Blaupause für andere Schulen im Freistaat werden.

Wir werden die Entwicklung dieses spannenden Projekts weiter beobachten und berichten, sobald erste Ergebnisse oder Reaktionen von Eltern und Lehrerschaft vorliegen.


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Dieser Artikel wurde unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.