Jena: Neue Welle von Schockanrufen

Jena (09.01.2026) – Es ist ein perfides Spiel mit der Angst, das in Jena leider nicht an Aktualität verliert. Zum Ende der Woche registrierte die Landespolizeiinspektion erneut eine Häufung von sogenannten Schockanrufen im Stadtgebiet. Betrüger versuchen dabei gezielt, vornehmlich ältere Bürgerinnen und Bürger um ihre Ersparnisse zu bringen, indem sie am Telefon dramatische Notlagen vortäuschen.

Psychologischer Druck am Hörer

Die Masche ist den Ermittlern zwar hinlänglich bekannt, doch die Täter agieren äußerst skrupellos und passen ihre Geschichten immer wieder an. Am Freitag und dem vorangegangenen Donnerstag klingelten in zahlreichen Haushalten in Jena die Telefone. Am anderen Ende der Leitung melden sich oft weinende Personen, die sich als Enkel oder nahe Verwandte ausgeben, oder vermeintliche Polizisten und Staatsanwälte.

Das Szenario ist fast immer identisch: Es wird behauptet, ein Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem oft sogar der Tod eines Menschen im Raum steht. Um eine sofortige Inhaftierung des Verwandten zu verhindern, fordern die Anrufer eine hohe Kautionssumme. Dabei setzen die Täter ihre Opfer massiv unter psychologischen Druck, lassen sie kaum zu Wort kommen und verbieten ihnen, das Gespräch zu unterbrechen oder Dritte zu kontaktieren.

Hohe Professionalität der Tätergruppen

Die Polizei Jena warnt eindringlich davor, diese Anrufe auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Tätergruppen operieren oft aus professionellen Callcentern im Ausland, nutzen aber technische Manipulationen (Call-ID-Spoofing), sodass im Display der Angerufenen eine vertraute Vorwahl wie die 03641 oder sogar die 110 erscheint. Dies soll Vertrauen wecken und die Glaubwürdigkeit der Lügengeschichte untermauern.

Ziel der Betrüger ist es, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu erbeuten. Oft werden die Opfer dazu gedrängt, sofort zur Bank zu gehen oder Wertsachen an einem vereinbarten Ort an einen angeblichen Boten des Gerichts oder der Polizei zu übergeben.

So schützen Sie sich und Ihre Angehörigen

Die Polizei rät dringend zu gesundem Misstrauen. Folgende Verhaltensregeln können helfen, einen finanziellen Schaden abzuwenden:

  • Auflegen: Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie sofort auf. Das ist nicht unhöflich, sondern Selbstschutz.
  • Rückruf: Rufen Sie Ihren angeblichen Verwandten unter der Ihnen bekannten Nummer zurück.
  • Kein Geld an Fremde: Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird Sie niemals am Telefon zur Übergabe von Bargeld oder Wertsachen auffordern.
  • Verschwiegenheit: Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

Bürgerinnen und Bürger in Jena werden gebeten, auch ihre Eltern, Großeltern und ältere Nachbarn für dieses Thema zu sensibilisieren. Ein klärendes Gespräch im Vorfeld ist oft der beste Schutz gegen den Schockmoment am Telefon. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten, auch wenn kein Schaden entstanden ist.


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