Jena (09.01.2026) – Für viele Autofahrer in Jena und dem umliegenden Saale-Holzland-Kreis begann der Freitag mit einer rutschigen Überraschung. Wie die Landespolizeiinspektion (LPI) Jena am Freitagmorgen meldete, kam es im Zuständigkeitsbereich der Behörde zu mehreren Verkehrsunfällen. Ursache hierfür war die sogenannte Schnellglätte, die binnen kürzester Zeit Fahrbahnen in gefährliche Rutschbahnen verwandelte.
Gerade in den frühen Morgenstunden, als der Berufsverkehr einsetzte, wurden die Straßenverhältnisse vielerorts tückisch. Die Polizei registrierte eine Häufung von Blechschäden, da Fahrzeuge auf dem plötzlich gefrierenden Untergrund die Haftung verloren. Über genaue Schadenssummen oder Details zu Verletzten lagen am Freitagmorgen zunächst noch keine abschließenden Bilanzen vor, doch das Muster solcher Wintertage ist den Einsatzkräften nur allzu bekannt.
Tückische Topografie im Saaletal
Dass es gerade in Jena und Umgebung zu solchen Szenarien kommt, ist auch der geografischen Lage geschuldet. Die Kessellage der Stadt sorgt oft für mikroklimatische Besonderheiten. Während es im Stadtzentrum noch vergleichsweise mild sein kann, herrschen auf den Höhenzügen – etwa Richtung Cospeda, Ziegenhain oder auf der Fahrt hinauf nach Lobeda – oft bereits ganz andere Bedingungen. Feuchtigkeit, die sich in den Tälern sammelt oder als leichter Niederschlag fällt, gefriert auf dem kalten Asphalt schlagartig, sobald die Bodentemperaturen den Gefrierpunkt erreichen.
Die LPI Jena warnt regelmäßig davor, dass insbesondere Brücken – wie die zahlreichen Saalebrücken im Stadtgebiet – und schattige Waldschneisen (beispielsweise im Mühltal) besonders anfällig für diese Art von Blitzeis sind. Hier kühlt der Untergrund schneller aus als auf dem restlichen Erdreich, was die Bildung von Glätte begünstigt, noch bevor Autofahrer die Gefahr optisch wahrnehmen können.
Richtiges Verhalten bei Glätte
Angesichts der aktuellen Witterungslage mahnen Verkehrsexperten und die Polizei zu erhöhter Vorsicht. Die physikalischen Grenzen des Fahrzeugs werden bei Eisglätte schnell überschritten, selbst mit moderner Bereifung und Assistenzsystemen. Um sicher durch den Winterverkehr zu kommen, sollten Autofahrer folgende Hinweise beachten:
- Geschwindigkeit reduzieren: Auch wenn die Straße frei aussieht, kann eine dünne Eisschicht lauern. Fuß vom Gas ist die effektivste Prävention.
- Abstand vergrößern: Der Bremsweg verlängert sich auf glatter Fahrbahn dramatisch. Der halbe Tachoabstand reicht hier oft nicht mehr aus.
- Ruckartige Manöver vermeiden: Heftiges Lenken oder abruptes Bremsen führt schnell zum Ausbrechen des Wagens.
- Zeit einplanen: Wer unter Zeitdruck steht, fährt riskanter. Im Winter lieber zehn Minuten früher losfahren.
Die Beamten der LPI Jena waren am Freitagmorgen im Dauereinsatz, um Unfallstellen abzusichern und den Verkehr wieder ins Fließen zu bringen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Lage im Laufe des Tages mit steigenden Temperaturen und dem Einsatz des Winterdienstes entspannt. Dennoch gilt für das gesamte Wochenende: Rechnen Sie jederzeit mit wechselnden Straßenverhältnissen.
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