Jena (10.01.2026) – Es ist eine Nachricht, die den Ruf Jenas als internationale Hochburg der Optik und Photonik erneut unterstreicht: Prof. Dr. Jürgen Popp ist am Freitag für seine herausragenden Verdienste und Innovationen auf dem Gebiet der Biophotonik geehrt worden. Wie Jena TV berichtete, würdigt die Auszeichnung die wegweisende Arbeit des Wissenschaftlers, der die Forschungslandschaft der Saalestadt seit Jahren maßgeblich prägt.
Spitzenforschung am Beutenberg
Prof. Jürgen Popp ist in Jena beileibe kein Unbekannter. Als wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) und Inhaber des Lehrstuhls für Physikalische Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität steht sein Name wie kaum ein anderer für die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und praktischer Anwendung. Sein Spezialgebiet, die Biophotonik, gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und ist ein zentraler Motor für den Wissenschaftsstandort Jena.
Die nun erfolgte Ehrung rückt Innovationen in den Mittelpunkt, die das Potenzial haben, die medizinische Diagnostik grundlegend zu verändern. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem komplexen Begriff der Biophotonik? Vereinfacht gesagt geht es darum, Licht als Werkzeug zu nutzen, um biologische Prozesse zu verstehen und Krankheiten aufzuspüren. Popps Team arbeitet unter anderem an Verfahren, die es ermöglichen, Bakterien und deren Resistenzen gegen Antibiotika innerhalb von wenigen Stunden statt Tagen zu identifizieren – ein Wettlauf gegen die Zeit, der auf Intensivstationen Leben retten kann.
Lichtstadt Jena profitiert
Die Auszeichnung für Prof. Popp ist dabei nicht nur eine persönliche Anerkennung seiner wissenschaftlichen Exzellenz, sondern strahlt auch auf den gesamten Campus Beutenberg und die Universität ab. Jena, das sich stolz als „Lichtstadt“ bezeichnet, profitiert enorm von der Sichtbarkeit solcher Erfolge. Die Verbindung von traditioneller Optik – in der Nachfolge von Carl Zeiss und Ernst Abbe – mit modernsten Life-Sciences zieht Fachkräfte und Forschungsgelder gleichermaßen an die Saale.
In Fachkreisen werden die Methoden, die unter Popps Ägide entwickelt wurden, oft als revolutionär beschrieben. Insbesondere die sogenannte Raman-Spektroskopie, ein Verfahren, das den „chemischen Fingerabdruck“ von Molekülen mittels Laserlicht sichtbar macht, wurde durch die Jenaer Forschungen für die klinische Anwendung tauglich gemacht. Dass diese technologischen Durchbrüche nun erneut gewürdigt wurden, zeigt, dass die Arbeit am Leibniz-IPHT auch überregional und international höchste Beachtung findet.
Impulse für die Zukunft
Für die Stadt Jena bedeutet diese Ehrung eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges, konsequent auf Hightech und Wissenschaft zu setzen. Die Innovationen, für die Prof. Popp ausgezeichnet wurde, sind oft das Ergebnis jahrelanger, akribischer Arbeit und interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Physikern, Chemikern und Medizinern. Sie bilden die Basis für zukünftige Entwicklungen, wie etwa das geplante Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI), das als einzigartige Translationsinfrastruktur neue Maßstäbe setzen soll.
Abschließend bleibt festzuhalten: Wenn Jenaer Forscher für ihre Innovationen geehrt werden, gewinnt die ganze Region. Es stärkt das Selbstverständnis einer Stadt, in der das Licht nicht nur Geschichte ist, sondern ganz konkret die Zukunft der Medizin beleuchtet.
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