Jena: Notdienste am Wochenende

Jena (10.01.2026) – Ein plötzliches Fieber beim Kind, unerwartete Zahnschmerzen oder die dringen benötigten Medikamente sind ausgegangen: Krankheiten richten sich leider nicht nach den Öffnungszeiten der Hausarztpraxen. Gerade am Wochenende stehen viele Jenaer vor der Frage, wo sie schnelle medizinische Hilfe bekommen, ohne gleich die Notaufnahme des Universitätsklinikums zu blockieren. Am Samstag und Sonntag greift in der Saalestadt ein gut strukturiertes Netz aus Bereitschaftsdiensten, das die medizinische Grundversorgung sicherstellt.

Der richtige Ansprechpartner: 116 117 oder 112?

Für viele Bürger ist die Unterscheidung in Stresssituationen nicht immer klar, doch sie ist entscheidend für eine effiziente Rettungskette in Jena. Wenn am Samstag oder Sonntag gesundheitliche Beschwerden auftreten, mit denen man normalerweise zum Hausarzt gehen würde – etwa eine starke Grippe, Magen-Darm-Infekte oder hohes Fieber –, ist der kassenärztliche Bereitschaftsdienst die richtige Anlaufstelle. Dieser ist bundesweit unter der kostenfreien Rufnummer 116 117 erreichbar.

Davon strikt zu trennen ist der Rettungsdienst unter der 112. Diese Nummer ist ausschließlich lebensbedrohlichen Notfällen vorbehalten, wie etwa Verdacht auf Herzinfarkt, Schlaganfall, schweren Unfällen oder akuter Atemnot. Die Leitstelle in Jena koordiniert von hier aus die Einsätze der Rettungswagen und Notärzte.

Apotheken-Notdienst in Jena

Auch die Versorgung mit Medikamenten ist rund um die Uhr gewährleistet. Die Jenaer Apotheken wechseln sich im Notdienst-Zyklus ab. Der Dienst beginnt in der Regel morgens um 8:00 Uhr und dauert 24 Stunden bis zum nächsten Morgen an. Wer am Samstag dringend ein Rezept einlösen muss oder schmerzstillende Mittel benötigt, muss eine Notdienstgebühr von 2,50 Euro einkalkulieren, sofern kein ’noctu‘-Vermerk (Notfall) auf dem Rezept steht.

Da die diensthabenden Apotheken täglich wechseln, ist ein Blick auf den aktuellen Aushang an jeder beliebigen Apotheke oder eine kurze Online-Recherche über die offizielle Seite der Landesapothekerkammer Thüringen notwendig. Oftmals sind die Dienste so verteilt, dass sowohl im Stadtzentrum als auch in den großen Wohngebieten wie Lobeda oder Winzerla eine Anlaufstelle erreichbar bleibt.

Zentrale Notfallaufnahme und KV-Praxis

Ein wichtiger Pfeiler der Notfallversorgung in Jena ist das Universitätsklinikum (UKJ) in Lobeda. Hier befindet sich die Zentrale Notaufnahme (ZNA). Um die dortigen Ärzte und Pflegekräfte zu entlasten, die sich um Schwerstkranke kümmern müssen, ist dem Klinikum oft eine Bereitschaftsdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) angegliedert. Patienten, die mobil sind und keine stationäre Aufnahme benötigen, werden dort von niedergelassenen Ärzten versorgt.

Für den Besuch im Bereitschaftsdienst sollten Patienten folgende Dinge bereithalten:

  • Die elektronische Gesundheitskarte (Chipkarte).
  • Falls vorhanden: Medikamentenplan.
  • Impfpass (bei Verletzungen).

Zahnärztlicher Notdienst

Auch Zahnschmerzen machen vor dem Wochenende nicht Halt. In Jena und dem Saale-Holzland-Kreis gibt es einen eingeteilten zahnärztlichen Notdienst. Anders als beim allgemeinen Ärztedienst ist hier oft eine telefonische Voranmeldung erwünscht, da die Praxen nicht durchgehend besetzt sind, sondern der Zahnarzt auf Rufbereitschaft zur Verfügung steht. Die aktuelle Nummer und die diensthabende Praxis erfahren Patienten über die zentrale Vermittlung oder die lokale Presse.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die medizinische Versorgung in Jena ist auch an diesem Wochenende gesichert. Wichtig ist jedoch, die Ressourcen besonnen zu nutzen und bei leichten Beschwerden den Bereitschaftsdienst (116 117) statt den Notruf zu wählen.


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