Jena: Hilfe für Wohnungslose

Jena (10.01.2026) – Wenn die Temperaturen in den Keller sinken und der Frost die Saalestadt im Griff hat, wird die Nacht für Menschen ohne festen Wohnsitz schnell lebensbedrohlich. Gerade in diesen Januartagen rückt die Situation der Wohnungslosen in Jena wieder verstärkt in den Fokus. Die Stadt und diverse Träger haben ein engmaschiges Netz gespannt, um sicherzustellen, dass niemand in Jena ungeschützt der Kälte ausgesetzt sein muss.

Ein Netzwerk der Solidarität

Die Angebote in Jena sind vielfältig und greifen ineinander. Im Zentrum der Bemühungen steht nicht nur die bloße Unterbringung für eine Nacht, sondern auch die soziale Betreuung. Einrichtungen wie das Übernachtungshaus bieten einen sicheren Rückzugsort, wenn das Thermometer unter den Gefrierpunkt fällt. Doch es geht um mehr als nur ein warmes Bett: Sozialarbeiter und Streetworker sind in der Stadt unterwegs, um den Kontakt zu denjenigen zu halten, die den Weg in die festen Einrichtungen scheuen oder den Zugang zum Hilfesystem verloren haben.

Die kalte Jahreszeit stellt das Hilfesystem jedes Jahr vor logistische Herausforderungen. Es müssen genügend Kapazitäten vorgehalten werden, um auch bei plötzlichen Kälteeinbrüchen niemanden abweisen zu müssen. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, kirchlichen Trägern und Vereinen ist dabei essenziell. Am Freitag wurde erneut auf die Dringlichkeit dieser Maßnahmen hingewiesen, denn der Winter ist in Thüringen noch lange nicht vorbei.

Wachsamkeit der Bürger gefragt

Trotz aller städtischen Maßnahmen spielt die Zivilgesellschaft eine entscheidende Rolle. Die Jenaer Bevölkerung wird gebeten, in diesen Tagen besonders aufmerksam durch die Stadt zu gehen – sei es am Eichplatz, in Lobeda oder im Paradiespark. Wegschauen kann im schlimmsten Fall tödlich enden.

Wie Sie konkret helfen können:

  • Notruf wählen: Wenn eine Person regungslos wirkt oder sich in einer offensichtlichen Notlage befindet, zögern Sie nicht, den Notarzt (112) oder die Polizei zu verständigen.
  • Streetwork informieren: Kennen Sie Plätze, an denen sich Obdachlose aufhalten? Hinweise helfen den Sozialarbeitern, gezielt Hilfe anzubieten.
  • Sachspenden: Viele Einrichtungen benötigen im Winter warme Kleidung, Schlafsäcke oder Decken. Informieren Sie sich bei den lokalen Trägern über den aktuellen Bedarf.

Niemand muss in Jena draußen schlafen. Das Angebot steht, doch es muss auch angenommen werden. Oft sind Scham oder psychische Barrieren der Grund, warum Hilfe abgelehnt wird. Hier leisten die Teams der Straßensozialarbeit geduldige Überzeugungsarbeit, um Vertrauen aufzubauen und Leben zu retten.


Quelle: Zum Original-Artikel
Dieser Artikel wurde unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.