Jena: Hans-Meyer-Doku feiert Premiere

Jena (10.01.2026) – Er ist eine der schillerndsten Figuren des deutschen Fußballs und für Jena eine lebende Legende: Hans Meyer. Nun wurde dem Kult-Trainer, der den FC Carl Zeiss Jena einst bis ins Europapokal-Finale führte, ein filmisches Denkmal gesetzt. Unter dem Titel "Mensch Meyer! Hans, der Fußball-Philosoph!" feierte die neue MDR-Dokumentation ihre Premiere in der Saalestadt. Der Film beleuchtet nicht nur die sportlichen Stationen des gebürtigen Sudetenländers, sondern widmet sich vor allem dem Menschen und dem rhetorischen Talent, das Meyer weit über die Grenzen Thüringens hinaus bekannt gemacht hat.

Ein Abend für den Kult-Trainer

Dass die Premiere in Jena stattfand, ist kein Zufall. Obwohl Hans Meyer auch in Mönchengladbach, Berlin oder Nürnberg große Erfolge feierte und Spuren hinterließ, bleibt Jena seine sportliche Heimat. Hier begann seine große Trainerkarriere, hier ist er tief verwurzelt. Die Dokumentation, die am Freitag thematisiert wurde, verspricht einen tiefen Einblick in das Leben eines Mannes, der den Fußball nie als reine Taktikschlacht, sondern immer auch als gesellschaftliches Ereignis begriffen hat.

Der Titel "Fußball-Philosoph" kommt dabei nicht von ungefähr. Meyer ist bekannt für seine trockenen, humorvollen und oft tiefsinnigen Analysen, die in der Medienlandschaft Kultstatus erreicht haben. Die Macher des Films haben es sich zur Aufgabe gemacht, hinter diese Fassade aus markigen Sprüchen zu blicken.

Vom Ernst-Abbe-Sportfeld in die Bundesliga

Für die Jenaer Zuschauer ist der Film eine Zeitreise durch die bewegte Geschichte des lokalen Fußballs. Hans Meyer steht symbolisch für die goldene Ära des FC Carl Zeiss Jena. Die Dokumentation zeichnet seinen Weg nach:

  • Seine Zeit als Spieler und später als Erfolgstrainer in der DDR-Oberliga.
  • Der legendäre Einzug ins Finale des Europapokals der Pokalsieger 1981.
  • Sein erfolgreicher Wechsel in die Bundesliga nach der Wende, wo er als erster ostdeutscher Trainer einen West-Verein zum Pokalsieg führte.

Dabei kommen im Film nicht nur Meyer selbst, sondern vermutlich auch Weggefährten, ehemalige Spieler und Journalisten zu Wort, die das Phänomen Hans Meyer einordnen. Es ist eine Hommage an einen Mann, der stets authentisch geblieben ist, egal ob auf der Trainerbank im Paradies oder in den großen Arenen der Republik.

Mehr als nur Fußball

Die Premiere in dieser Woche unterstreicht einmal mehr die Bedeutung von Hans Meyer für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Jena. Er ist mehr als nur ein ehemaliger Coach; er ist ein Botschafter der Stadt. Die MDR-Produktion bietet nun die Gelegenheit, die vielen Facetten seiner Persönlichkeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Für Fans des runden Leders und Lokalpatrioten dürfte dieser Film Pflichtprogramm sein. Es bleibt abzuwarten, wann und wo der Film für die breite Öffentlichkeit im Fernsehen oder in der Mediathek zugänglich sein wird, doch die Resonanz auf die Premiere zeigt deutlich: Hans Meyer bewegt die Menschen in Jena noch immer.


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