Jena (10.01.2026) – Die Telefone in der Saalestadt standen am Freitag nicht still – leider aus einem unerfreulichen Grund. Wie aktuelle Meldungen bestätigen, rollte zum Ende der Woche eine erneute Welle von sogenannten Schockanrufen über das Stadtgebiet von Jena hinweg. Kriminelle versuchten dabei abermals, mit perfiden Geschichten an das Ersparte vorwiegend älterer Mitbürger zu gelangen.
Die Masche ist den Ermittlern der Landespolizeiinspektion Jena bestens bekannt, doch die Täter variieren ihre Geschichten und setzen auf den Überrumpelungseffekt. Besonders am Freitag häuften sich Berichte über Anrufer, die sich als Kriminalbeamte, Staatsanwälte oder sogar nahe Verwandte ausgaben. Das Ziel ist immer dasselbe: Die Angerufenen sollen in einen Zustand absoluter Panik versetzt werden, um rationale Entscheidungen unmöglich zu machen.
Psychologischer Druck am Hörer
Das Vorgehen der Täter ist dabei von erschreckender Professionalität. In den am Freitag registrierten Fällen wurde häufig die Legende eines schweren Verkehrsunfalls genutzt. Ein naher Angehöriger – oft die Tochter oder der Sohn – habe angeblich einen tödlichen Unfall verursacht und müsse nun sofort eine hohe Kautionssumme hinterlegen, um der Untersuchungshaft zu entgehen. Im Hintergrund werden dabei oft weinende Stimmen oder Sirenengeheul eingespielt, um die Dramatik zu erhöhen.
Für die Betroffenen in Jena ist dies eine emotionale Ausnahmesituation. Die Betrüger nutzen die Hilfsbereitschaft und die Angst um die Familie schamlos aus. Sie fordern Bargeld, Schmuck oder Münzsammlungen, die an vermeintliche Boten des Gerichts übergeben werden sollen. Es ist wichtig zu betonen: In Deutschland verlangt die Polizei oder Staatsanwaltschaft niemals Bargeld am Telefon, um eine Haftstrafe abzuwenden.
Prävention ist der beste Schutz
Obwohl die Aufklärungsarbeit in Jena und Umgebung in den letzten Jahren intensiviert wurde, finden die Banden immer wieder Opfer. Die Polizei rät dringend dazu, misstrauisch zu bleiben. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sich nicht in ein Gespräch verwickeln lassen. Die wichtigste Regel lautet: Auflegen. Dies ist keine Unhöflichkeit, sondern Selbstschutz.
Um sich und Angehörige zu schützen, sollten folgende Hinweise beachtet werden:
- Gespräch beenden: Sobald Geld gefordert wird, legen Sie sofort auf.
- Rückruf zur Kontrolle: Rufen Sie den angeblichen Verwandten unter der Ihnen bekannten Nummer zurück. Nutzen Sie nicht die Rückruftaste.
- Keine Wertsachen übergeben: Händigen Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte an der Haustür aus.
- Polizei informieren: Wählen Sie im Zweifel den Notruf 110 (nachdem Sie das vorherige Gespräch sicher beendet haben).
Gemeinsam wachsam bleiben
Die Welle vom Freitag zeigt, dass Jena weiterhin im Fokus überregional agierender Tätergruppen steht. Es ist ratsam, auch im Familienkreis über diese Betrugsmaschen zu sprechen. Jüngere Familienmitglieder sollten Großeltern und Eltern erneut sensibilisieren. Eine gesunde Skepsis am Telefon kann das Vermögen eines ganzen Lebens schützen. Die Polizei bittet zudem darum, auch versuchte Betrügereien zu melden, um ein genaues Lagebild zu erhalten und Warnungen gezielt steuern zu können.
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