Das Wichtigste in Kürze
- Datum: Der bundesweite Gedenktag findet jährlich am 27. Januar statt.
- Anlass: Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 81 Jahren.
- Bedeutung: Mahnung gegen das Vergessen und für Toleranz in der heutigen Gesellschaft.
Jena (23.01.2026) – In wenigen Tagen, am kommenden Dienstag, steht ein Datum im Kalender, das wie kaum ein anderes für die historische Verantwortung Deutschlands steht. Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Auch in Jena wird an diesem Tag innegehalten, um der Millionen Menschen zu gedenken, die der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Opfer fielen.
Ein Datum von historischer Tragweite
Der 27. Januar markiert den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945. Es ist ein Datum, das weltweit als Symbol für den Holocaust steht. Im Jahr 1996 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog diesen Tag zum nationalen Gedenktag in Deutschland. Seine Worte von damals haben auch im Jahr 2026 nichts an Aktualität verloren: Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.
Der Gedenktag widmet sich nicht nur den jüdischen Opfern, sondern gedenkt auch der Sinti und Roma, der Menschen mit Behinderungen, Homosexuellen, politisch Andersdenkenden sowie Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, die systematisch verfolgt und ermordet wurden. Es ist ein Tag, der die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellt und daran erinnert, wohin Hass, Rassismus und Ausgrenzung führen können.
Erinnerungskultur in Jena
Für die Stadt Jena ist dieser Tag fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Die Saalestadt blickt selbst auf eine Geschichte zurück, die Aufarbeitung verlangt. Die Erinnerungskultur in Jena ist dabei vielfältig und wird oft von einem breiten Bündnis aus Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, Kirchgemeinden und Bildungseinrichtungen getragen. Traditionell finden rund um den Gedenktag verschiedene Aktionen statt, sei es durch stille Gedenken, Kranzniederlegungen an historischen Orten oder pädagogische Projekte an Schulen.
Orte wie der Westbahnhof, von dem aus Deportationen stattfanden, oder die zahlreichen Stolpersteine im Stadtgebiet, sind stumme Zeugen dieser dunklen Kapitel. Sie dienen das ganze Jahr über als Mahnmale, doch am 27. Januar rücken sie besonders in das öffentliche Bewusstsein. Es geht dabei nicht um ein rituelles Pflichtprogramm, sondern um das bewusste Zeichensetzen für Demokratie und Menschlichkeit direkt vor der eigenen Haustür.
Wachsamkeit in der Gegenwart
Das Gedenken ist kein reiner Rückblick. Angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen ist die Botschaft des „Nie wieder“ eine Aufgabe für die Gegenwart. Der Gedenktag in Jena soll Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich aktiv gegen Antisemitismus und Diskriminierung im Alltag zu stellen. Lokale Initiativen nutzen diesen Anlass oft, um auf die Bedeutung von Zivilcourage hinzuweisen.
Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, die lokalen Ankündigungen zu beachten und sich an den Gedenkveranstaltungen zu beteiligen, um gemeinsam ein Zeichen der Solidarität und des Friedens zu setzen.
Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.