Das Wichtigste in Kürze
- Ort: Jena Innenstadt, Frauengasse 21.
- Betroffene: Ca. 80 Bewohner eines sechsgeschossigen Wohnhauses.
- Situation: Heizungsausfall seit fast einer Woche, Raumtemperaturen um 16 Grad.
- Vermieter: JenaWohnen kündigte Lösung für Dienstag an und übt Selbstkritik.
Jena. Ein massiver Heizungsausfall sorgt derzeit für Unmut und Zittern in der Jenaer Innenstadt. Mitten im Winter müssen rund 80 Bewohner eines großen Wohnblocks in der Frauengasse seit Tagen ohne reguläre Wärmeversorgung auskommen. Während die Außentemperaturen winterlich bleiben, kühlen die Wohnungen des sechsstöckigen Plattenbaus immer weiter aus. Der Großvermieter JenaWohnen hat das Problem bestätigt und Besserung gelobt.
Wohnen bei 16 Grad: Die Situation vor Ort
Für die Mieter in der Frauengasse 21 ist die Geduld am Ende. Wie der MDR berichtet, sind die Heizkörper in dem Gebäude seit fast einer Woche maximal lauwarm, oft aber komplett kalt. Die Folgen sind drastisch: In den Wohnräumen werden laut Angaben der Bewohner nur noch Durchschnittstemperaturen von rund 16 Grad Celsius gemessen.
Besonders brisant ist die Lage aufgrund der Bewohnerstruktur. In dem Haus leben viele ältere Menschen, für die dauerhaft niedrige Raumtemperaturen nicht nur ungemütlich, sondern potenziell gesundheitsgefährdend sind. Trotz täglicher Anwesenheit von Handwerkern konnte das technische Problem über mehrere Tage hinweg nicht behoben werden, was zu wachsendem Frust führte.
Reaktion des Vermieters: Kritik an eigener Kommunikation
Auf Anfrage bestätigte ein Sprecher des städtischen Wohnungsunternehmens JenaWohnen die Störung. Das Problem sei bereits seit vergangenem Donnerstag bekannt gewesen. Dass die Reparaturversuche über das Wochenende scheiterten, ist für die Mieter besonders bitter.
Bemerkenswert ist die Selbstkritik des Unternehmens: Man räumte ein, dass die Kommunikation mit den betroffenen Mietparteien unzureichend gewesen sei. Es sei nicht akzeptabel, die Bewohner so lange im Unklaren über den Stand der Dinge zu lassen, hieß es seitens des Vermieters. Ziel war es, die Heizanlage noch im Laufe des Dienstags wieder in Gang zu bringen, um die Kälteperiode für die Mieter zu beenden.
Hintergrund: Rechte und Pflichten bei Heizungsausfall
Ein solcher Vorfall wirft immer auch Fragen nach den Rechten von Mietern auf. Grundsätzlich gilt in Deutschland während der Heizperiode (meist 1. Oktober bis 30. April) eine Verpflichtung des Vermieters, bestimmte Mindesttemperaturen zu gewährleisten.
- Tagsüber (6 bis 23 Uhr) müssen in der Regel 20 bis 22 Grad Celsius in Wohnräumen erreichbar sein.
- Sinken die Temperaturen dauerhaft unter 18 Grad oder gar auf die in Jena gemessenen 16 Grad, liegt ein erheblicher Mangel vor.
- Mieter haben in solchen Fällen oft das Recht auf eine Mietminderung. Die Höhe hängt vom Einzelfall und der Intensität des Ausfalls ab.
Zudem droht bei dauerhaft ausgekühlten Wänden, gerade in ungedämmten oder älteren Plattenbauten, die Gefahr von Schimmelbildung, da sich Feuchtigkeit an den kalten Wänden niederschlägt. Experten raten Mietern daher, auch bei defekter Heizung regelmäßig kurz stoßzulüften, um die Feuchtigkeit abzuführen, und ein Mängelprotokoll mit Temperaturmessungen zu führen.
Fazit
Der Vorfall in der Frauengasse zeigt, wie abhängig modernes Wohnen von funktionierender Haustechnik ist. Für die 80 Bewohner bleibt zu hoffen, dass die für Dienstag angekündigte Lösung nachhaltig ist und die Radiatoren nun wieder die gewohnte Wärme abgeben. Die Ankündigung von JenaWohnen, die Krisenkommunikation zu verbessern, ist ein wichtiges Signal für die Zukunft.
Wir bleiben an dem Thema dran und informieren Sie, sobald sich die Lage endgültig normalisiert hat.
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