Schreckmoment auf Spielplatz in Jena: Kinder finden Handgranate

Das Wichtigste in Kürze

  • Ort: Spielplatz im Stadtgebiet Jena
  • Zeitpunkt: Sonntagvormittag, 15. Februar 2026
  • Vorfall: Kinder gruben beim Spielen eine Handgranate aus
  • Einsatz: Polizei und Kampfmittelräumdienst vor Ort
  • Entwarnung: Es handelte sich um eine Übungsgranate

Jena. Es ist der Albtraum aller Eltern: Während der Nachwuchs friedlich im Sandkasten spielt, kommt plötzlich statt Förmchen und Schaufel ein gefährlicher Gegenstand zum Vorschein. Genau dieses Szenario spielte sich am vergangenen Sonntagvormittag (15. Februar) auf einem Spielplatz in Jena ab und sorgte für erhebliche Aufregung im Stadtgebiet.

Gefährlicher Fund im Sandkasten

Die Idylle trügte an diesem Wochenende. Mehrere Kinder waren gerade dabei, im Sand zu buddeln, als sie auf einen harten, metallischen Gegenstand stießen. Schnell wurde klar, dass es sich hierbei nicht um vergrabenen Müll oder ein vergessenes Spielzeug handelte. Der Gegenstand hatte die unverkennbare Form einer Handgranate.

Ein anwesender Vater reagierte vorbildlich und geistesgegenwärtig. Er erkannte die potenzielle Gefahr sofort, sicherte den Bereich ab und alarmierte umgehend die Polizei. Ein solches besonnenes Handeln ist in Momenten, in denen Panik ausbrechen könnte, entscheidend für die Sicherheit aller Anwesenden.

Spezialkräfte geben Entwarnung

Die Jenaer Polizei rückte zügig an und sperrte den Fundort weiträumig ab, um jegliche Gefahr für Anwohner und Passanten auszuschließen. Zur genauen Begutachtung des explosiven Fundstücks wurde der Kampfmittelräumdienst (KMRD) aus Thüringen angefordert. Die Experten für Sprengstoff und Munitionsbergung konnten nach einer eingehenden Untersuchung schließlich Entwarnung geben.

Bei dem Fundstück handelte es sich um eine sogenannte Übungshandgranate. Diese Attrappen sehen scharfen Waffen oft täuschend ähnlich, enthalten in der Regel jedoch keinen Sprengstoff. Dennoch geht von ihnen eine abstrakte Gefahr aus, da Laien den Unterschied kaum erkennen können und Panikreaktionen nicht ausgeschlossen sind. Die Spezialisten transportierten die Übungswaffe sicher ab.

Wie verhalte ich mich bei Munitionsfunden?

Auch wenn es sich in diesem Fall „nur“ um eine Übungswaffe handelte, zeigt der Vorfall, wie wichtig Vorsicht ist. Alte Munition aus den Weltkriegen oder eben solche Übungsobjekte können in Thüringen immer wieder auftauchen – sei es bei Bauarbeiten oder eben auf öffentlichen Flächen. Experten raten dringend zu folgendem Verhalten:

  • Nicht anfassen: Bewegen Sie den Gegenstand keinesfalls. Schon kleine Erschütterungen können bei echter Munition Zünder auslösen.
  • Abstand halten: Entfernen Sie sich und warnen Sie andere Personen in der Nähe.
  • Polizei rufen: Wählen Sie sofort den Notruf 110 und beschreiben Sie den Fundort so genau wie möglich.

Polizei ermittelt zur Herkunft

Nach dem Abtransport der Granate kehrte auf dem Spielplatz wieder Ruhe ein. Doch für die Polizei ist der Fall noch nicht abgeschlossen. Es wurden Ermittlungen eingeleitet, um zu klären, wie die Übungsgranate in den Sandkasten gelangen konnte. Ob sie dort entsorgt wurde oder ob sie jemand verloren hat, ist derzeit noch unklar. Die Behörden prüfen nun, ob eine Straftat oder eine Ordnungswidrigkeit vorliegt.

Für die betroffenen Familien bleibt der Schreck in den Gliedern, doch am Ende überwiegt die Erleichterung, dass den spielenden Kindern keine körperliche Gefahr drohte.


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