Kampf gegen Vandalismus: Jena plant finanzielle Hilfe für Graffiti-Opfer

Das Wichtigste in Kürze:

  • Budget: 125.000 Euro sollen im Stadthaushalt bereitgestellt werden.
  • Förderhöhe: Bis zu 2.500 Euro Zuschuss pro Fall für die Beseitigung.
  • Zielgruppe: Private Gebäudeeigentümer in Jena.
  • Hintergrund: Initiative der CDU-Fraktion im Stadtrat.

Jena (21.02.2026) – Wer morgens vor die Tür tritt und feststellen muss, dass die frisch gestrichene Hausfassade über Nacht mit illegalen Tags oder Schriftzügen beschmiert wurde, steht oft vor einem großen Problem. Neben dem Ärger über die Sachbeschädigung drohen hohe Kosten für die professionelle Reinigung. Die Stadt Jena möchte privaten Eigentümern in solchen Fällen künftig unter die Arme greifen.

Fördertopf gegen das Fassaden-Ärgernis

Im Jenaer Stadtrat zeichnet sich eine neue Maßnahme ab, die den Kampf gegen illegale Graffiti an privaten Gebäuden unterstützen soll. Konkret ist geplant, insgesamt 125.000 Euro aus dem städtischen Haushalt bereitzustellen. Dieses Geld soll als kommunale Förderung dienen, um die oft kostspielige Beseitigung von Schmierereien zu subventionieren.

Der Vorschlag sieht vor, dass betroffene Eigentümer bis zu 2.500 Euro pro Fall beantragen können, um die Schäden an ihren Immobilien beseitigen zu lassen. Dies wäre eine spürbare Entlastung, da Spezialreinigungen oder Neuanstriche schnell mehrere tausend Euro kosten können und nicht immer von Versicherungen gedeckt sind.

Initiative aus der Kommunalpolitik

Hinter dem Vorstoß steht eine Initiative der CDU-Fraktion im Jenaer Stadtrat. Christoph Kepler und seine Fraktionskollegen hatten das Thema auf die Agenda gesetzt. Der Grundgedanke: Ein gepflegtes Stadtbild liegt im öffentlichen Interesse, doch die Last der Beseitigung von Vandalismusschäden liegt bislang fast ausschließlich bei den privaten Opfern.

Das Thema beschäftigt derzeit die Ausschüsse. Es geht dabei nicht um legale Streetart-Projekte, die an dafür freigegebenen Flächen in Jena durchaus das Stadtbild bereichern können, sondern explizit um unerwünschte, illegale Farbschmierereien, die oft über Nacht an Wohn- und Geschäftshäusern auftauchen.

Einordnung: Sauberkeit und Sicherheit

Die Diskussion reiht sich in breitere Debatten zur Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum ein. Graffiti an privaten Häusern werden oft als Zeichen von Verwahrlosung wahrgenommen. Eine schnelle Beseitigung gilt in der Kriminalprävention als effektives Mittel („Broken-Windows-Theorie“), um Nachahmer abzuschrecken. Bleibt ein Tag lange stehen, folgen oft schnell weitere.

Ob und wann genau die Förderrichtlinie in Kraft tritt und wie das Antragsverfahren für die Jenaer Bürger gestaltet wird, hängt nun von den finalen Beschlüssen im Stadtrat ab. Mit der Bereitstellung der Mittel im Haushalt wäre jedoch der wichtigste Schritt getan.

Wir werden weiter berichten, sobald Details zur Antragstellung bekannt werden.


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