Gedenken am Holzmarkt: Rund 50 Menschen trauern um Opfer von Zöllnitz

Jena, 18. März 2026 – Am vergangenen Samstag versammelten sich rund 50 Menschen am Jenaer Holzmarkt, um einer 25-jährigen Frau zu gedenken, die im benachbarten Zöllnitz Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.

  • Ereignis: Gedenkveranstaltung für Gewaltopfer
  • Hintergrund: Tötungsdelikt in Zöllnitz am 7. März
  • Initiator: Netzwerk gegen Feminizide Thüringen
  • Ort: Holzmarkt, Jena
  • Teilnehmende: ca. 50 Personen

Trauer um 25-jährige Ukrainerin

Die Tat ereignete sich bereits am 7. März, unmittelbar vor dem internationalen Frauentag. In der an Jena angrenzenden Gemeinde Zöllnitz kam eine 25-jährige ukrainische Staatsbürgerin gewaltsam ums Leben. Als mutmaßlicher Täter gilt ein 33-jähriger Deutscher. Nach vorliegenden Berichten war gegen den Mann bereits im Vorfeld ein offizielles Kontaktverbot zum späteren Opfer verhängt worden.

Gemeinsames Zeichen gegen Gewalt

Um der Verstorbenen zu gedenken und auf die anhaltende Problematik von Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen, rief das „Netzwerk gegen Feminizide Thüringen“ zu einem gemeinsamen Trauermoment auf. Dem Aufruf folgten am Samstag rund 50 Personen, die sich im Jenaer Stadtzentrum am Holzmarkt einfanden. Die Veranstaltung verlief friedlich und bot Raum für gemeinschaftliche Anteilnahme.

Hintergrund: Häusliche Gewalt und Prävention

Gewalttaten, bei denen Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden, werden als Feminizide bezeichnet. Häufig gehen solchen Eskalationen längere Phasen von Stalking, häuslicher Gewalt oder wiederkehrenden Partnerschaftskonflikten voraus. Kontaktverbote nach dem Gewaltschutzgesetz sind ein wichtiges juristisches Mittel, um Betroffene zu schützen, erfordern bei Verstößen jedoch sofortiges polizeiliches Eingreifen. Die Polizei rät dringend dazu, in Bedrohungssituationen unverzüglich den Notruf unter 110 zu wählen.

Für Betroffene von Gewalt gibt es bundesweit rund um die Uhr kostenlose und auf Wunsch anonyme Hilfsangebote. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter der Nummer 116 016 erreichbar. Weitere Informationen und Online-Beratungsangebote finden sich unter www.hilfetelefon.de. Auch in Jena bieten lokale Frauenhäuser und spezialisierte Beratungsstellen wie das Frauenzentrum „Towanda“ Unterstützung in akuten Krisensituationen an.


Quelle:

Gedenken – Netzwerk gegen Feminizide Thüringen rief zum gemeinsamen Trauern auf


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