Mit 1.020 Gramm geboren: Frühchen kämpft sich in Jena ins Leben

Jena, 18. März 2026. Ein viel zu früh geborener Junge aus Ronneburg kämpft sich im Universitätsklinikum Jena ins Leben. Nach wochenlangem Intensivstations-Aufenthalt und Unterstützung durch das Ronald McDonald Haus gibt es nun Hoffnung für den kleinen Pars.

  • Wer: Frühchen Pars und seine Eltern Bünyamin und Selma
  • Was: Geburt in der 30. Schwangerschaftswoche (1.020 Gramm, 35 Zentimeter)
  • Wann: Geboren am 30. Dezember 2025, anschließend 62 Tage auf der Intensivstation
  • Wo: Universitätsklinikum Jena und Ronald McDonald Haus Jena

Schwerer Start ins Leben

Eigentlich war der Geburtstermin für den 5. März 2026 errechnet. Doch Pars kam bereits am 30. Dezember 2025 in der 30. Schwangerschaftswoche im Universitätsklinikum Jena zur Welt. Mit einem Geburtsgewicht von nur 1.020 Gramm und einer Größe von 35 Zentimetern begann für den Neugeborenen ein harter Kampf. Insgesamt 62 Tage musste der Junge auf der Intensivstation medizinisch betreut werden.

Kurz nach der Geburt diagnostizierten die Ärzte zudem eine Hirnblutung, deren langfristige Folgen noch nicht vollständig absehbar sind. Eine aktuelle Untersuchung des Gehörs zeigte kürzlich, dass das rechte Ohr gut funktioniert, während die Funktionstüchtigkeit des linken Ohrs noch unklar ist.

Halt fernab der Heimat

Für die Eltern Bünyamin und Selma war die Situation eine besondere emotionale Herausforderung. Die Familie zog erst vor rund 14 Monaten aus Istanbul (Türkei) nach Deutschland und lebt mittlerweile im ostthüringischen Ronneburg, wo der Vater arbeitet. Da sich die gesamte Verwandtschaft weiterhin in der Türkei aufhält, fehlte vor Ort zunächst das familiäre Netz. In Istanbul arbeitete der Vater selbst als Pflegefachkraft, was ihm ein gewisses medizinisches Grundverständnis in der Situation verschaffte.

Während der schweren Wochen im Krankenhaus wurde das Ronald McDonald Haus in Jena zu einem wichtigen Zufluchtsort für die Familie. Die Einrichtung bietet Eltern schwer kranker Kinder eine Unterkunft in direkter Kliniknähe. Dort fanden Bünyamin und Selma nicht nur ein vorübergehendes Zuhause, sondern auch emotionalen Rückhalt durch das medizinische Personal sowie den Austausch mit anderen betroffenen Familien aus der Region.

Hintergrund: Versorgung von Frühgeborenen in Jena

Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) im Stadtteil Lobeda ist als sogenanntes Perinatalzentrum Level 1 zertifiziert. Dies stellt die höchste Versorgungsstufe für Früh- und Neugeborene in Deutschland dar. Hier werden besonders kleine Frühchen unter 1.250 Gramm Geburtsgewicht oder mit schweren Erkrankungen interdisziplinär von Spezialisten versorgt. Einrichtungen wie das Ronald McDonald Haus, das sich unweit des Klinikums befindet, spielen eine entscheidende Rolle für die psychosoziale Betreuung der Familien. Studien zeigen, dass die unmittelbare Nähe und Anwesenheit der Eltern den Heilungsprozess und die Entwicklung von Frühgeborenen maßgeblich positiv beeinflussen.


Quelle:

Kleiner Thüringer kommt viel zu früh auf die Welt – dann beginnt sein Kampf ums Leben


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