Vom Code zum Kamm: Warum eine Jenaer Friseurmeisterin am Stuhl lieber schweigt

Jena, 4. März 2026. Für die 29-jährige Lea Rumpf war der Weg ins Friseurhandwerk eine Spontanidee mit weitreichenden Folgen. Statt über Programmcode brütet die ehemalige Softwareentwicklerin heute in Jena über Frisuren – und verzichtet dabei gerne auf den klassischen Smalltalk mit der Kundschaft.

  • Wer: Lea Rumpf (29), Friseurmeisterin
  • Was: Quereinstieg ins Handwerk und bewusster Verzicht auf Smalltalk beim Friseurbesuch
  • Wo: Jena

Vom Schreibtisch an den Friseurstuhl

Der berufliche Werdegang von Lea Rumpf ist unkonventionell. Ursprünglich war die heute 29-Jährige in der Softwareentwicklung tätig. Ein Bereich, der stark von digitaler Arbeit und Bildschirmzeit geprägt ist. Doch irgendwann reifte in ihr die Erkenntnis, dass dieser Weg für sie „nicht passt“. Aus einer spontanen Idee heraus entschied sie sich für einen radikalen Schnitt und begann in Jena eine Ausbildung im Friseurhandwerk.

Mittlerweile hat sie es bis zur Friseurmeisterin gebracht. Eine Besonderheit in ihrem Arbeitsalltag: Sie schweigt gerne mit ihren Kunden. Statt des oft üblichen, unablässigen Smalltalks am Friseurstuhl setzt sie auf Ruhe während der Behandlung.

Hintergrund: Der Trend zum „Silent Cut“

Dass Friseure und Kunden während des Haarschnitts schweigen, entwickelt sich bundesweit zu einem wachsenden Trend. Unter dem Begriff „Silent Cut“ (stiller Haarschnitt) bieten immer mehr Salons die Möglichkeit an, bewusst auf Gespräche zu verzichten. Für viele Menschen, die im Alltag durch Beruf, ständige Erreichbarkeit und Lärm stark gefordert sind, wird der Friseurbesuch so zu einer echten Auszeit.

Zudem spiegelt der Werdegang von Lea Rumpf eine breitere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wider: Immer wieder wagen junge Menschen aus akademischen oder stark digitalisierten Berufen den Schritt ins klassische Handwerk. Der Wunsch, am Ende des Tages ein sichtbares, greifbares Ergebnis der eigenen Arbeit in den Händen zu halten, rückt dabei oft in den Mittelpunkt der beruflichen Neuorientierung.


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Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.