Jena, 11. März 2026. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena hat einen neuen Erweiterungsbau erhalten. Für rund 30 Millionen Euro entstanden hochmoderne Labore und Forschungsanlagen, die nun offiziell eingeweiht wurden.
- Ereignis: Einweihung des 3. Erweiterungsbaus für Hightech-Forschung
- Ort: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), Jena
- Investitionsvolumen: 30 Millionen Euro (hälftig getragen von Bund und Land)
- Ausstattung: Neue Labore, Reinräume, Anlage zur Elektronenstrahl-Lithografie, Bodenstation für satellitengestützte Quantenkommunikation
- Ehrengäste: Bundeswissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU) und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU)
Schlüsseltechnologien für die Zukunft
Mit dem nunmehr dritten Erweiterungsbau stärkt das Fraunhofer IOF seine Kapazitäten in der optischen Forschung massiv. Die neu geschaffene Infrastruktur soll unter anderem die Herstellung photonischer Komponenten vorantreiben. Optik und Photonik bilden fundamentale Grundlagen für moderne Schlüsseltechnologien, darunter die Quantentechnologie, die Biotechnologie und die Mikroelektronik.
Bundeswissenschaftsministerin Dorothee Bär lobte bei ihrem Antrittsbesuch in Thüringen die Innovationskraft des Standorts. Das Institut sei ein „Paradebeispiel für die Hightech-Agenda des Bundes“ und zeige, dass gezielte Forschungsinvestitionen Wirkung entfalten. Auch Ministerpräsident Mario Voigt betonte die Wichtigkeit deutscher und europäischer Antworten auf die großen technologischen Fragen der Zeit.
Zweiter Halt: Energieforschung in Hermsdorf
Im Rahmen ihrer Thüringen-Reise besuchte die Bundesministerin zudem das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Hermsdorf im Saale-Holzland-Kreis. Dort stehen Lösungen für die Speicherung und intelligente Nutzung von Energie im Fokus. Die Erforschung von keramischen Komponenten, die beispielsweise zur Erzeugung von Wasserstoff, für große Strombatterien oder bei der Wasserreinhaltung eingesetzt werden, soll maßgeblich zur technologischen Souveränität und Resilienz Deutschlands beitragen.
Hintergrund: Jena als Zentrum der Photonik
Die „Lichtstadt“ Jena blickt auf eine lange Tradition in der Optik und Feinmechanik zurück, die untrennbar mit den Namen Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott verbunden ist. Heute bündelt sich diese wissenschaftliche Exzellenz vor allem auf dem Beutenberg Campus, wo das Fraunhofer IOF ansässig ist. Mit der neu eingeweihten Bodenstation für Quantenkommunikation baut Jena seine Rolle als internationaler Vorreiter bei der Entwicklung abhörsicherer, satellitengestützter Netzwerke weiter aus. Solche Technologien gelten weltweit als entscheidend, um sensible Daten in Zukunft effektiv vor Hackerangriffen und Quantencomputern zu schützen.
Quelle:
Bär und Voigt weihen Neubau für Hightech-Forschung ein
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