Hohe Landesförderung: Jenaer Startup Perceptec revolutioniert den Sehtest

Das Wichtigste in Kürze

  • Fördersumme: Gut 930.000 Euro vom Freistaat Thüringen.
  • Gesamtvolumen: Das Forschungsprojekt umfasst über 1,4 Millionen Euro.
  • Ziel: Entwicklung eines automatisierten, virtuellen Sehtests auf 3D-Basis.
  • Zeitplan: Marktreife für 2027 geplant, Projektlaufzeit bis Juli 2028.

Jena, 16.02.2026 – Die Lichtstadt Jena untermauert erneut ihren Ruf als Zentrum für optische Innovationen und Medizintechnik. Das erst 2024 gegründete Startup Perceptec GmbH hat eine signifikante finanzielle Unterstützung für seine Forschungsarbeit erhalten. Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John besuchte das Unternehmen, um den Förderbescheid in Höhe von rund 930.000 Euro persönlich zu übergeben.

Automatisierung gegen Fachkräftemangel

Im Kern des geförderten Projekts steht eine Lösung, die das Potenzial hat, die Abläufe bei Optikern und in Augenarztpraxen grundlegend zu verändern. Perceptec arbeitet an einem virtuellen Sehtest, der auf modernster 3D-Displaytechnologie basiert. Anders als herkömmliche Verfahren, die oft viel Platz, teure Apparaturen und vor allem die durchgehende Betreuung durch Fachpersonal erfordern, soll das neue System eigenständig nutzbar sein.

Die automatisierte Bestimmung von Fehlsichtigkeiten ist in Zeiten des Fachkräftemangels und voller Wartezimmer ein drängendes Thema. Die Lösung aus Jena zielt darauf ab, klassische, zeitintensive Verfahren zu ergänzen. Ein besonderer Vorteil der angestrebten Technologie ist ihre Flexibilität: Perspektivisch soll das System auch mobil einsetzbar sein, was beispielsweise die Versorgung in ländlichen Regionen oder in Pflegeeinrichtungen deutlich verbessern könnte.

Marktreife für 2027 geplant

Das gesamte Forschungsprojekt ist auf mehrere Jahre angelegt und läuft noch bis Juli 2028. Das finanzielle Gesamtvolumen beträgt dabei mehr als 1,4 Millionen Euro, wovon der Freistaat nun den Löwenanteil als Förderung beisteuert. Die Ambitionen des jungen Teams sind klar definiert: Bereits im Jahr 2027 soll ein erstes marktreifes Medizinprodukt vorgestellt werden.

Dass das Unternehmen im Technologie- und Innovationspark Jena (TIP) angesiedelt ist, passt ins Bild. Der Standort bietet jungen Firmen aus den Bereichen Optik, Photonik und Digitalisierung ein ideales Umfeld, um von der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung zu gelangen. Perceptec wurde für seine Ansätze bereits in der Vergangenheit mehrfach ausgezeichnet und konnte auch schon früher von Thüringer Förderprogrammen profitieren.

Bedeutung für den Wirtschaftsstandort

Die Förderung durch das Wirtschaftsministerium ist nicht nur eine Investition in ein einzelnes Unternehmen, sondern auch ein Bekenntnis zum Cluster für Optik und Gesundheitstechnologie in Ostthüringen. Startups wie Perceptec tragen dazu bei, die Wertschöpfungskette am Standort zu verlängern und hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Wenn die Entwicklung wie geplant verläuft, könnte aus dem Jenaer Forschungsprojekt schon bald ein Standardinstrument der modernen Augendiagnostik werden.


Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.