- Thema: Vorstellung der Finanzplanung 2026/2027
- Akteure: Stadt Jena & Stadtwerke Jena Gruppe
- Investitionsvolumen Stadtwerke (2026): ca. 150 Millionen Euro
- Kernprojekte: Sanierung GalaxSea, Bestandsarbeit jenawohnen, Energie- und Wärmewende
- Herausforderung: Angespannte kommunale Haushaltslage (Haushaltssperre)
Jena (11.02.2026) – Es ist ein Spagat zwischen notwendiger Sparsamkeit und unverzichtbaren Zukunftsinvestitionen: Die Stadt Jena und die Stadtwerke Jena Gruppe haben ihre Finanzplanung für das kommende Jahr offengelegt. Die Botschaft ist zweigeteilt – während die Kommune den Gürtel enger schnallen muss, bereitet sich der Stadtwerke-Verbund auf massive Ausgaben vor, um die Infrastruktur der Saalestadt zukunftsfähig zu machen.
Ein Haushalt unter Druck
Die finanzielle Situation der Kommune ist, ähnlich wie bei vielen Städten in Deutschland, angespannt. Bereits zu Beginn des Jahres sah sich die Stadtverwaltung gezwungen, eine Haushaltssperre zu verhängen. Bürgermeister und Finanzdezernent Benjamin Koppe (CDU) ordnete die Lage nüchtern ein: Jena befinde sich in einer Entwicklung, die Kommunen bundesweit betreffe. Die Anforderungen an die öffentliche Hand steigen, während die Finanzierungsspielräume schwinden.
Dennoch muss die Stadt ihren Verpflichtungen nachkommen. Für das Jahr 2026 ist ein städtischer Zuschuss von 7,4 Millionen Euro fest im Haushalt eingeplant. Diese Mittel sind essenziell, um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufrechtzuerhalten und den laufenden Bäderumbau zu stützen.
Großinvestitionen in Energie und Freizeit
Während die Stadtverwaltung priorisieren muss, plant der wirtschaftliche Arm der Stadt – die Stadtwerke-Gruppe – eine Investitionsoffensive. Für das Jahr 2026 steht ein Gesamtvolumen von rund 150 Millionen Euro im Plan. Die Geschäftsführung unter Claudia Budich und Tobias Wolfrum machte deutlich, dass die kommenden Jahre im Zeichen der Transformation stehen werden.
Die Schwerpunkte der Investitionen:
- Wohnraum: Rund 50 Millionen Euro fließen in die Sanierung der Wohnungsbestände der städtischen Tochter jenawohnen GmbH. Dies ist eine direkte Maßnahme zur Sicherung von zeitgemäßem Wohnraum in Jena.
- Energiewende: Etwa 45 Millionen Euro sind für die Energie- und Wärmewende vorgesehen. Der Ausbau der Fernwärme und die Modernisierung der Netze gelten als Rückgrat für die Klimaziele der Stadt.
- Freizeitbad GalaxSea: Eine Summe von 24,4 Millionen Euro ist spezifisch für den energetischen Umbau des Freizeitbades GalaxSea reserviert. Die beliebte Freizeiteinrichtung in Winzerla soll damit effizienter und nachhaltiger betrieben werden können.
Ausblick auf 2027
Die Investitionskurve zeigt weiter nach oben. Für das Jahr 2027 sieht die Planung bereits Ausgaben in Höhe von rund 165 Millionen Euro vor. Claudia Budich betonte, dass für diese Transformationsprozesse Mut und vor allem Planungssicherheit nötig seien. Geschäftsführer Tobias Wolfrum verwies zudem auf die enge Schulter-an-Schulter-Zusammenarbeit mit der Stadtspitze, um Jenas Zukunftsfähigkeit trotz der schwierigen Rahmenbedingungen zu sichern.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass trotz Sparzwang im Rathaus an vielen Stellen im Stadtgebiet gebaut und modernisiert wird – vom Heizungskeller bis zum Schwimmbad.
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