- Hohes Risiko: Trotz winterlicher Optik sind die Eisdecken auf Jenas Gewässern oft noch viel zu dünn und instabil.
- Tückische Isolierung: Der gefallene Schnee verdeckt Risse und verhindert, dass das Eis weiter durchfriert.
- Richtiges Verhalten: Betreten Sie keine zugefrorenen Flächen und wählen Sie im Notfall sofort die 112.
Jena (12.01.2026) – Die winterliche Kulisse in Jena lädt derzeit zu Spaziergängen im Paradiespark oder an den Hängen der Kernberge ein. Doch mit dem Schnee und den frostigen Temperaturen geht eine tödliche Gefahr einher, vor der die Feuerwehr Jena am heutigen Montag eindringlich warnt: Das Betreten von scheinbar zugefrorenen Gewässern ist derzeit lebensgefährlich.
Tückische Idylle: Warum das Eis jetzt so gefährlich ist
Vielen Bürgern ist nicht bewusst, dass die optische Wahrnehmung trügt. Auch wenn Teiche oder Seen eine geschlossene weiße Decke zeigen, bedeutet dies keinesfalls, dass das Eis tragfähig ist. Besonders tückisch ist die aktuelle Kombination aus "Schnee und Glätte". Der Schnee wirkt wie eine isolierende Decke auf dem Eis. Er verhindert, dass die Kälte tief in das Wasser eindringen kann, weshalb die Eisschicht darunter oft hauchdünn bleibt, selbst wenn die Lufttemperaturen weit unter den Gefrierpunkt sinken.
Die Feuerwehr weist darauf hin, dass insbesondere fließende Gewässer wie die Saale unberechenbar sind. Strömungen sorgen dafür, dass die Eisdicke innerhalb weniger Meter stark variieren kann. Aber auch stehende Gewässer, wie der Schleichersee oder kleinere Teiche in der Oberaue, bergen aktuell massive Risiken. Ein Einbruch ins Eis führt binnen weniger Minuten zu Unterkühlung, Muskelstarre und im schlimmsten Fall zum Ertrinken.
Verhaltensregeln und Rettungstipps
Experten der Wasserwacht und der Feuerwehr geben klare Faustregeln vor: Für eine einzelne Person sollte das Kerneis (ohne Schneeschicht) bei stehenden Gewässern mindestens 15 Zentimeter dick sein, bei fließenden Gewässern sogar 20 Zentimeter. Da diese Dicke in Jena derzeit kaum flächendeckend garantiert werden kann, gilt der Grundsatz: Bleiben Sie am Ufer!
Eltern werden gebeten, ihre Kinder eindringlich auf die Gefahren hinzuweisen. Auch Hundebesitzer sollten ihre Vierbeiner an der Leine führen, damit diese nicht auf die brüchigen Eisflächen laufen und einbrechen.
Was tun im Notfall?
Sollten Sie dennoch beobachten, wie eine Person im Eis einbricht, bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Laufen Sie nicht ungesichert auf das Eis. Alarmieren Sie umgehend den Notruf 112. Versuchen Sie, dem Verunglückten vom sicheren Ufer aus Rettungshilfen zuzuw erfen oder zu reichen – das können lange Äste, ein Abschleppseil oder Kleidungsstücke sein.
Prävention statt Risiko
Die Einsatzkräfte in Jena sind auf solche Szenarien vorbereitet und trainieren die Eisrettung regelmäßig. Dennoch appellieren sie an den gesunden Menschenverstand der Bevölkerung. Genießen Sie den Schnee in den Parks und Wäldern der Saalestadt, aber meiden Sie die Wasserflächen konsequent. Kein Schlittschuhvergnügen ist das Risiko wert, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen.
Wir halten Sie über die weitere Wetterentwicklung und eventuelle Freigaben von Eisflächen auf dem Laufenden.
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