Jena, 09.03.2026 – Anlässlich des Internationalen Frauentages sind in Jena zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um für echte Geschlechtergerechtigkeit zu demonstrieren. Unter dem Motto „Wir kämpfen, wir streiken, wir leben“ machten verschiedene Organisationen und das „Bündnis 8. März“ auf anhaltende gesellschaftliche Missstände aufmerksam.
- Ereignis: Demonstrationen und feministischer Streik zum Internationalen Frauentag
- Datum: Aktionen rund um den 8. März bis in den heutigen Montag (09.03.2026)
- Forderungen: Beseitigung von Gehaltsunterschieden, gerechte Verteilung von Sorgearbeit, Stopp sexualisierter Gewalt
- Akteure: Bündnis 8. März Jena, verschiedene politische Vertreter und Organisationen
Breites Themenspektrum bei Kundgebungen
Der Aufruf zum „Feministischen Streik“ stieß in Jena auf große Resonanz. In den Redebeiträgen während der Demonstrationen wurden zentrale gesellschaftliche Probleme schonungslos angesprochen. Im Fokus standen dabei vor allem die strukturelle Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, die sich in teils eklatanten Gehaltsunterschieden äußert, sowie die noch immer ungleiche Verteilung der unbezahlten Sorge- und Pflegearbeit.
Zudem wurde eindringlich auf die grassierende sexualisierte Gewalt bis hin zu Femiziden (Morden an Frauen aufgrund ihres Geschlechts) aufmerksam gemacht. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, legten Frauen und queere Personen in Thüringen und im gesamten Bundesgebiet auch am heutigen Montag ihre Lohn- und Care-Arbeit nieder.
Dezentrale Aktionen im Stadtgebiet
Neben der zentralen Mobilisierung durch das Jenaer „Bündnis 8. März“ gab es auch dezentrale Aktionen im Stadtgebiet, um mit den Bürgerinnen und Bürgern direkt ins Gespräch zu kommen und Aufklärungsarbeit zu leisten. So informierte beispielsweise ein Wahlkreisbüro mit einem Infostand im Stadtteil Lobeda über frauenpolitische Themen und lokale Unterstützungsangebote.
Hintergrund: Der 8. März und der feministische Streik
Der Internationale Frauentag am 8. März wird weltweit begangen, um auf die Rechte der Frauen und die bestehende Diskriminierung aufmerksam zu machen. Während der Tag in den deutschen Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile ein gesetzlicher Feiertag ist, gilt dies für Thüringen nicht. Genau an diesem Punkt setzt der „Feministische Streik“ an: Durch das bewusste Niederlegen von bezahlter Lohnarbeit sowie unbezahlter Haus- und Sorgearbeit soll aufgezeigt werden, dass Wirtschaft und Gesellschaft ohne die Leistung von Frauen und queeren Personen stillstehen würden. In Jena hat sich in den vergangenen Jahren ein starkes, diverses Netzwerk aus studentischen Gruppen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Initiativen gebildet, das diesen Aktionstag lokal organisiert.
Quelle:
Frei, sicher, selbstbestimmt – feministischer Streik fordert echte Geschlechtergerechtigkeit
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.