Kurz & Knapp: Die Fakten zur Luftlage
- Datum: Mittwoch, 04.02.2026
- Betroffener Ort: Stadtgebiet Jena
- Messwert (Spitze): 36 µg/m³ (PM₂,₅)
- Einstufung: Luftqualität „schlecht“ / Gefährdungsbereich
- Quelle: Umweltbundesamt (UBA)
Jena (04.02.2026) – Einwohner der Saalestadt müssen sich am heutigen Mittwoch auf eine verminderte Luftqualität einstellen. Messdaten des Umweltbundesamtes (UBA) weisen auf eine erhöhte Konzentration von Feinstaubpartikeln hin, die den gewöhnlichen Normalbereich überschreiten.
Aktuelle Messwerte überschreiten Grenzbereiche
Wie aus den aktuellen Daten der Messstationen in Jena hervorgeht, befindet sich die Belastung durch Feinstaub (PM₂,₅) in einem Bereich, der offiziell als "schlecht" klassifiziert wird. Der höchste am Mittwochmorgen ermittelte Wert lag bei 36 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³). Zum Vergleich: Der vom Umweltbundesamt definierte Normalbereich, bei dem von keinem oder nur einem positiven Einfluss ausgegangen wird, endet bereits bei 25 µg/m³. Ab einem Wert von 31 µg/m³ spricht die Behörde von einer "Gefährdung".
Diese Werte sind Teil einer flächendeckenden Schadstoffwelle, die derzeit über Teilen Deutschlands liegt. Jena ist hierbei kein Einzelfall, wenngleich die Werte in anderen Städten teils noch höher ausfallen. So wurden beispielsweise in Halle (Saale) Spitzenwerte von 48 µg/m³ registriert, was die regionale Ausdehnung der Belastung verdeutlicht.
Was ist Feinstaub und warum ist er gefährlich?
Bei der aktuellen Warnung handelt es sich spezifisch um PM₂,₅-Partikel. Diese Abkürzung steht für "Particulate Matter" mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern. Diese winzigen Partikel sind mit bloßem Auge nicht erkennbar, stellen jedoch ein gesundheitliches Risiko dar. Sie bestehen oft aus einem komplexen Gemisch verschiedener Substanzen, darunter Ruß, Abrieb von Reifen und Bremsen sowie Verbrennungsrückstände aus Industrie und Heizungen.
Aufgrund ihrer geringen Größe können diese Partikel tief in die Atemwege eindringen, die Lungenbläschen erreichen und im schlimmsten Fall sogar in den Blutkreislauf übergehen. Der Luftqualitätsindex (LQI), auf dem die aktuelle Warnung basiert, fasst verschiedene Schadstoffe zusammen, um eine verständliche Einordnung der Gesundheitsgefährdung zu ermöglichen.
Verhaltenstipps für empfindliche Gruppen
Angesichts der Einstufung der Luftqualität als "schlecht" sollten Bürgerinnen und Bürger in Jena, insbesondere jene, die zu Risikogruppen gehören, Vorsicht walten lassen. Zu den empfindlichen Personengruppen zählen:
- Menschen mit Asthma oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen
- Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Senioren und Kinder
Es wird empfohlen, bei hohen Werten körperlich anstrengende Aktivitäten im Freien zu reduzieren. Wer an stark befahrenen Straßen wohnt, sollte das Lüften vorzugsweise auf Zeiten mit geringerem Verkehrsaufkommen legen oder Fenster zur straßenabgewandten Seite nutzen. Da Feinstaub oft durch Inversionswetterlagen (kalte Luft am Boden, warme Luft darüber) in Talgelegen wie dem Saaletal "gefangen" bleibt, ist eine Besserung meist erst bei einem Wetterumschwung mit Wind und Regen zu erwarten.
Ausblick
Das Umweltbundesamt aktualisiert die Daten laufend. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wetterlage in den kommenden Tagen entwickelt und ob durch auffrischenden Wind eine Durchmischung der Luftschichten stattfindet, die die Schadstoffkonzentration im Jenaer Kessel wieder senkt.
Achten Sie auf sich und kommen Sie gut durch den Tag.
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