- Datum: Donnerstag, 05.02.2026
- Ort: Jena (Stadtgebiet)
- Gemessener Schadstoff: Feinstaub (PM₂,₅)
- Höchstwert: 44 µg/m³
- Einstufung: Gefährdung (Orange)
Jena (05.02.2026) – Der Blick aus dem Fenster zeigt es heute Morgen vielerorts bereits: Über dem Saaletal liegt ein leichter Dunstschleier. Aktuelle Messdaten bestätigen diesen Eindruck. Die Luftqualität in Jena hat sich am Donnerstag verschlechtert, wobei die Grenzwerte für Feinstaub an mehreren Stationen überschritten wurden.
Aktuelle Messwerte: Grenzbereich überschritten
Wie das Umweltbundesamt (UBA) auf Basis aktueller Daten meldet, liegt der gemessene Höchstwert für Feinstaub der Kategorie PM₂,₅ in Jena derzeit bei 44 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³). Zur Einordnung: Der als unbedenklich geltende Normalbereich endet bereits bei 25 µg/m³. Damit stuft das UBA die aktuelle Luftqualität als "schlecht" ein.
Auf der Farbskala der Luftüberwachung bedeutet dies die Warnstufe Orange. Dies signalisiert eine "Gefährdung", liegt aber noch unter der höchsten Alarmstufe Rot (ab 50 µg/m³). Dennoch ist die Belastung spürbar höher als an durchschnittlichen Tagen.
Warum ist Feinstaub gefährlich?
Bei den gemessenen Partikeln handelt es sich um lungengängigen Feinstaub. Diese winzigen Teilchen sind mit bloßem Auge kaum sichtbar, haben aber einen Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern. Aufgrund ihrer geringen Größe werden sie nicht von den Schleimhäuten in Nase und Rachen gefiltert, sondern können tief in die Lunge und bis in die Blutbahn eindringen.
Besonders gefährdet sind folgende Personengruppen:
- Menschen mit Asthma oder chronischen Atemwegserkrankungen
- Senioren
- Kleinkinder
Mögliche Symptome bei kurzfristig hoher Belastung können Reizungen der Schleimhäute, Husten oder eine leichte Atemnot bei körperlicher Anstrengung sein.
Jenas Kessellage als Verstärker
Dass sich Schadstoffe in Jena konzentrieren, ist kein unbekanntes Phänomen. Die topografische Kessellage des Saaletals begünstigt, insbesondere bei winterlichen Inversionswetterlagen, dass sich die Luftschichten nicht ausreichend austauschen. Die "schlechte Luft" bleibt quasi im Tal gefangen, während Abgase aus Verkehr und Heizungen die Konzentration weiter ansteigen lassen.
Im landesweiten Vergleich steht Jena jedoch nicht allein da. Den bundesweiten Höchstwert meldete am Morgen Mühlhausen mit einer extremen Konzentration von 96 µg/m³.
Verhaltenstipps für den heutigen Donnerstag
Angesichts der aktuellen Werte empfehlen Experten und das Umweltbundesamt folgende Maßnahmen, um die persönliche Belastung zu reduzieren:
- Sport: Verzichten Sie heute auf anstrengenden Ausdauersport im Freien, insbesondere Joggen entlang stark befahrere Verkehrsachsen wie der B88 oder im direkten Stadtzentrum. Weichen Sie für Spaziergänge lieber auf die Höhenlagen (z.B. Kernberge oder Landgraf) aus, wo die Luft oft klarer ist.
- Lüften: Fenster nicht dauerhaft gekippt lassen. Nutzen Sie stattdessen kurzes Stoßlüften, idealerweise zu verkehrsarmen Zeiten.
- Mobilität: Um die lokale Belastung nicht weiter zu erhöhen, ist der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad heute besonders ratsam.
Ob sich die Lage zum Wochenende entspannt, hängt maßgeblich von der Wetterentwicklung und aufkommendem Wind ab, der für den nötigen Luftaustausch im Talkessel sorgen könnte.
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