Erhöhte Feinstaubwerte in Jena: Luftqualität am Sonntag beeinträchtigt

Schnell-Check: Luftqualität Jena

  • Datum: Sonntag, 01.02.2026
  • Gemessener Schadstoff: Feinstaub (PM2,5)
  • Höchstwert aktuell: 34 µg/m³
  • Einstufung: Gefährdungsbereich (Orange)
  • Quelle: Umweltbundesamt (UBA)

Jena (01.02.2026) – Der Sonntag beginnt in Jena mit einer getrübten Nachricht für Frischluft-Liebhaber und empfindliche Personengruppen. Aktuelle Messdaten weisen auf eine erhöhte Konzentration von Feinstaubpartikeln in der Saalestadt hin. Die Grenzwerte für eine als unbedenklich eingestufte Luftqualität wurden an mehreren Messstationen überschritten.

Aktuelle Messwerte überschreiten Schwellenwert

Wie aus den Daten des Umweltbundesamtes (UBA) hervorgeht, liegt der höchste gemessene Wert für Feinstaub der Kategorie PM2,5 am heutigen Sonntag bei 34 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³). Um diese Zahl einzuordnen: Der Bereich für eine unbedenkliche, „grüne“ Luftqualität endet bei 25 µg/m³. Mit dem aktuellen Wert bewegt sich Jena im orangen Bereich, der eine „Gefährdung“ signalisiert.

Die aktuelle Belastung wird in den offiziellen Berichten als „schlecht“ eingestuft. Dies bedeutet zwar keinen unmittelbaren Alarmzustand für die Gesamtbevölkerung, ist jedoch ein Indikator, den insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege im Blick behalten sollten.

Hintergründe: Was ist PM2,5 und woher kommt er?

Unter dem Begriff PM2,5 versteht man Feinstaubpartikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern. Diese winzigen Teilchen sind für das menschliche Auge unsichtbar, können aber tief in die Lunge und sogar in den Blutkreislauf eindringen. Sie bestehen oft aus einem komplexen Gemisch verschiedener Substanzen.

In städtischen Gebieten wie Jena sind die Hauptquellen vielfältig:

  • Verkehr: Abgase, aber vor allem auch Reifen- und Bremsabrieb.
  • Heizungen: Insbesondere im Winter tragen Holzöfen und ältere Heizanlagen signifikant zur Belastung bei.
  • Industrie: Lokale und überregionale Emissionen.

Verschärft wird die Situation in Jena häufig durch die topografische Kessellage im Saaletal. Bei bestimmten Wetterlagen, insbesondere im Winter bei Inversionswetterlagen (wenn kalte Luft unten im Tal gefangen ist und wärmere Luft darüber liegt), findet kaum ein Luftaustausch statt. Schadstoffe sammeln sich dann wie unter einer Glocke über der Stadt an.

Gesundheitliche Auswirkungen und Verhaltenstipps

Bei Werten zwischen 31 und 50 µg/m³, wie sie aktuell in Jena gemessen werden, spricht das Umweltbundesamt von einer „Gefährdung“. Kurzfristige Auswirkungen können Reizungen der Schleimhäute sein. Langfristig begünstigt eine dauerhaft hohe Belastung Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegsprobleme.

Experten raten an Tagen mit erhöhter Belastung:

  • Verzichten Sie, wenn möglich, auf intensive sportliche Betätigung im Freien (z.B. Joggen an stark befahrenen Straßen).
  • Lüften Sie Wohnräume eher stoßweise und kurz, statt Fenster dauerhaft gekippt zu lassen.
  • Personen mit Asthma oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen sollten ihre Medikamente griffbereit halten und bei Beschwerden körperliche Anstrengung meiden.

Blick über den Tellerrand: Zeitz mit Höchstwerten

Jena steht mit der aktuellen Belastung nicht allein da, ist aber auch nicht der Spitzenreiter im negativen Sinne. Ein Blick auf die umliegenden Regionen zeigt, dass die Belastung teilweise flächendeckend ist. Den bundesweiten Höchstwert verzeichnet aktuell Zeitz mit einer Konzentration von 46 µg/m³. Dies verdeutlicht, dass es sich oft um ein überregionales Wetterphänomen handelt, das den Abtransport der Schadstoffe verhindert.

Ausblick

Die Luftqualität ist dynamisch und hängt stark von der Wetterentwicklung in den kommenden Stunden ab. Sobald Wind aufkommt oder Niederschläge einsetzen, werden die Feinstaubpartikel in der Regel aus der Luft gewaschen oder verweht, was zu einer raschen Besserung der Messwerte führen kann. Bis dahin empfiehlt es sich, die aktuellen LQI-Werte (Luftqualitätsindex) im Auge zu behalten.


Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.